"The Walking Dead"-Star Tom Payne über seinen Serientod
Für Tom Payne (43) war das Ende seiner Figur Paul "Jesus" Rovia in The Walking Dead im Jahr 2018 alles andere als ein Schock – im Gegenteil. Wie der Schauspieler gegenüber The Hollywood Reporter erzählte, hatte er den Verantwortlichen längst zu verstehen gegeben, dass er einem Ausstieg nicht im Weg stehen würde. Grund war seine Unzufriedenheit mit der Entwicklung seiner Rolle. "Den Autoren war klar, dass ich nicht unglücklich darüber wäre, wenn sie mich aus der Serie schreiben würden. Ich hatte bereits in der vorherigen Staffel meine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht", erklärte er. Und weiter: "Ich war sehr frustriert darüber, wie sich die Figur entwickelt hatte. Er hatte einen sehr coolen ersten Auftritt, und dann stolperte er in Hilltop nur noch herum." Jesus war in der sechsten Staffel als kampfstarker Zombiejäger eingeführt worden und gehörte anschließend zur Stammbesetzung. Trotz des Potenzials, das die Comicvorlage bot, war die Figur später kaum noch von Bedeutung.
Den Anruf, der das Ende von Jesus besiegelte, führte die damalige Showrunnerin Angela Kang persönlich. Tom nahm die Nachricht ziemlich entspannt auf und hatte nur eine einzige Bitte, wie er dem Branchenblatt verriet: "ein cooles Ende" für seine Figur. Und das bekam er tatsächlich. Auf einem neblig-düsteren Friedhof metzelt sich Jesus in Zeitlupe durch eine Horde vermeintlicher Zombies, nur um dann völlig unerwartet von einem Whisperer getötet zu werden. Damit war sein Abgang gleichzeitig der erste, schockierende Auftritt der neuen Gegnergruppe. Überrascht waren dabei sogar die Kenner der Vorlage, denn in den Comics überlebt Jesus. Nachtragend ist der Vater von Zwillingen deswegen aber nicht: Er habe die Serie ohne Groll verlassen, bezeichnete sie als "großartig" und zeigte sich dankbar dafür, ein Teil davon gewesen zu sein.
Ein Karriereknick war der Serientod für Tom ohnehin nicht. Nach seinem Ausstieg stand er unter anderem für die Kinofilme "Horizon" und "Der Medicus 2" vor der Kamera. Mit der Fortsetzung von "Der Medicus" kehrte er mehr als zwölf Jahre später zu dem Stoff zurück, der 2013 seinen großen Durchbruch als Hauptdarsteller markiert hatte. Auch die Zombiewelt, in der Jesus einst herumstolperte, existiert weiter: Nach dem Ende der Mutterserie halten mehrere Ableger das Franchise am Leben. Im August 2026 läuft bei MagentaTV die dritte Staffel von "Dead City", 2027 folgt dort die vierte und damit finale Staffel von "Daryl Dixon".











