Bushido und Anna-Maria fühlen sich in Deutschland zensiert
Es gehört zu den wohl faszinierendsten Paradoxien des modernen Promi-Daseins: Man sitzt vor einem Mikrofon, sendet ungefiltert an ein Millionenpublikum und klagt dabei mit tiefer Überzeugung darüber, dass man ja eigentlich gar nichts mehr sagen dürfe. So zuletzt geschehen bei "Im Bett mit Anis und Anna-Maria Ferchichi", dem Podcast von Rapper Bushido (47) und seiner Ehefrau Anna-Maria (44). Darin brachte die Achtfachmutter das Lebensgefühl der vermeintlich Geknebelten gewohnt unverblümt auf den Punkt: "Man weiß, man wird gecancelt. Das ist halt leider einfach Fakt. Man kann leider nicht ernsthaft sagen, was man so denkt und was man auch vertritt, weil man dann zensiert wird." Dass Gegenwind aus der Community oder das Risiko schwindender Werbedeals nicht mit einer tatsächlichen staatlichen Zensur von Publikationen, Medien und Meinungsäußerungen gleichzusetzen ist, irritierte im Nachgang selbst eingefleischte Podcast-Fans, doch das Paar untermauerte die Einschätzung direkt mit einer aktuellen Erfahrung.
Die Ferchichis hatten kürzlich versucht, ihre beiden philippinischen Kindermädchen dauerhaft von Dubai nach Deutschland zu holen und hier regulär zu beschäftigen. Laut Bushido sollten die Nannys offiziell angestellt werden, ein gutes Gehalt bekommen und vollständig über Lohnsteuer, Sozialabgaben und Krankenversicherung abgesichert sein. Der zuständige Mitarbeiter der örtlichen Ausländerbehörde habe jedoch jeden vorgeschlagenen Weg abgelehnt. Der Rapper spricht im Podcast nun von einer "absoluten Frechheit", "einem Desaster" und einer "riesengroßen Schweinerei". In diesem Zusammenhang kritisieren Anna-Maria und Bushido auch die deutsche Einwanderungspolitik. Aus ihrer Sicht könnten andere Menschen ungehindert ins Land kommen, während ihre ehemaligen Mitarbeiterinnen nicht einmal ein Touristenvisum erhalten hätten. Weiter ins Detail gehen die beiden mit ihren politischen Ansichten bewusst nicht – und verweisen erneut auf die vermeintliche Maulkorb-Kultur hierzulande.
Für die Familie waren die Nannys Gretchen und Phemi weit mehr als Angestellte. Über Jahre gehörten die beiden von den Philippinen stammenden Frauen fest zum Alltag mit den acht Kindern von Anna-Maria und Bushido. Vier Jahre lang lebten Gretchen und Phemi gemeinsam mit der Familie in den Vereinigten Arabischen Emiraten und unterstützten sie dort bei der Betreuung der Kinder. Nach dem Umzug der Ferchichis begleiteten die beiden die Familie zunächst noch einige Monate in Deutschland. Weil sie hier jedoch kein Arbeitsvisum bekamen und damit nicht legal weiterbeschäftigt werden konnten, blieb der Familie am Ende keine andere Wahl: Sie musste sich unfreiwillig von den beiden langjährigen Bezugspersonen trennen.










