Christoph Maria Herbst glaubt an ein Leben nach dem Tod

Christoph Maria Herbst glaubt an ein Leben nach dem Tod

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Christoph Maria Herbst (60) setzt sich derzeit intensiv mit dem Lebensende auseinander – beruflich wie privat. In der Tragikomödie "Sommer auf Asphalt" spielt der Schauspieler den krebskranken Vater Bert, der angesichts seiner schweren Erkrankung versucht, das zerrüttete Verhältnis zu seiner Tochter wieder in Ordnung zu bringen. Auch abseits der Kamera treibt ihn die Frage um, was nach dem letzten Atemzug passiert. Angst hat er dabei nicht, wie er im Interview mit Der Westen deutlich machte. "Ich glaube, dass mit dem Ende meiner physischen Existenz noch nicht alles vorbei ist", erklärte der Stromberg-Star. Und statt Sorge überwiegt bei ihm sogar die Vorfreude auf das Unbekannte. "Und ich würde fast sagen, ich freue mich voller Neugier auf das, was danach kommt", betonte er. Eine Haltung, die er offen und ohne Umschweife formuliert.

Wie genau er sich das Jenseits vorstellt, kann Christoph allerdings nicht sagen. "Wie sich das aber im Leben nach dem Tod ausgestaltet, kann ich natürlich nicht sagen", räumte er im Gespräch mit der Funke Mediengruppe ein. An eine klassische Hölle mit Feuer und Verdammnis glaubt er dabei nicht – für denkbar hält er eher eine Form der Gottesferne. Dass ein Leben jederzeit durch einen Unfall oder eine plötzliche Diagnose enden kann, ist ihm bewusst. Seine Gegenwart will sich der Schauspieler davon aber nicht verdunkeln lassen, dafür lebe er nach eigener Aussage viel zu gern. Genau davon erzählt auch sein neuer Film: "Sommer auf Asphalt" handelt von Werden, Vergehen und Abschied, verzichtet aber auf ein künstliches Happy End. "Es wird Leben genommen und neues Leben geschenkt. Eine Geschichte von Werden und Vergehen. Ich finde es persönlich schön, dass wir den Film mit einem Lichtblick beenden", hob Christoph hervor.

Geprägt ist seine Sicht auf den Tod auch von seinem religiösen Hintergrund. Christoph wuchs katholisch auf, war Ministrant und spielte als Jugendlicher zeitweise sogar mit dem Gedanken, Priester zu werden. Seit 2011 engagiert sich der Schauspieler zudem als Pate des Kinder- und Jugendhospizes Balthasar in Olpe. Bei einem Besuch dort beeindruckte ihn vor allem, dass trotz der schweren Erkrankungen nicht das Leid, sondern die Lebensfreude der Kinder im Vordergrund steht. "Ich bin beeindruckt, wie unfassbar viel Lebensfreude hier herrscht", schilderte er laut der Einrichtung seine Eindrücke. Und weiter: "Hier spürt man das pralle Leben, und es wird einem so leicht gemacht, das Leben und nicht die Krankheit in den Vordergrund zu stellen und Kontakt zu den Kindern aufzunehmen." Der Umgang mit Krankheit und Abschied ist für den Comedian damit längst kein reines Filmthema mehr.

Christoph Maria Herbst beim Sommerfest zum 35-jährigen Jubiläum der Film- und Medienstiftung NRW, Juni 2026
Imago
Christoph Maria Herbst beim Sommerfest zum 35-jährigen Jubiläum der Film- und Medienstiftung NRW, Juni 2026
Christoph Maria Herbst in Zürich, Oktober 2024
Getty Images
Christoph Maria Herbst in Zürich, Oktober 2024
Christoph Maria Herbst im September 2021
Getty Images
Christoph Maria Herbst im September 2021
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