Leeres Nest: So geht es für Jennifer Hudson jetzt weiter
Jennifer Hudson (45) steht vor einem großen Umbruch: Ihr Sohn David Otunga Jr. (17) plant, bald das Zuhause seiner Mutter zu verlassen. Für die Sängerin, die den Teenager mit ihrem früheren Partner und Wrestlingstar David Otunga (46) bekam, rückt damit die Zeit des leeren Nests näher. Wie sie Variety verriet, möchte sie diese neue Lebensphase bewusst nutzen und sich stärker auf sich selbst sowie ihre Karriere konzentrieren. "Das ist das Kapitel, in dem ich mich selbst an erste Stelle setze. Ich habe bald ein leeres Nest, und ich denke: 'Wow, ich werde bald eine Menge Zeit zurückbekommen. Was werde ich mit dieser Zeit anfangen? Wie investiere ich diese Zeit in mich selbst?'", schilderte sie. Nach Jahren, in denen für sie vor allem das Funktionieren im Vordergrund stand, beschäftigt sie nun die Frage, wie es sich anfühlt, mehr Raum für sich selbst einzunehmen: "Ich war diszipliniert. Ich habe alles erledigt und an alles gedacht. Aber wie fühlt es sich an, mehr Raum für sich selbst einzunehmen?"
Künftig möchte die Schauspielerin ihre Entscheidungen nicht mehr hauptsächlich danach ausrichten, was andere von ihr erwarten. "Jetzt bin ich an der Reihe. Wenn wir es immer allen anderen recht machen, ist das so, als würden wir an einem Stoppschild stehen und die anderen Autos vorlassen. Das bedeutet, dass wir am selben Ort feststecken. Etwas muss sich ändern", betonte sie im Gespräch mit Variety. Ein wichtiger Bestandteil dieses neuen Lebensabschnitts ist ein Album, an dem sie bereits arbeitet und für das sie eigene Musik schreibt. Im Mittelpunkt sollen dabei nicht allein ihre Stimme, sondern insbesondere ihre persönlichen Texte stehen. Inspiration dafür findet sie auch in den Ratschlägen von Carole King und Aretha Franklin (†76). Letztere verkörperte sie im Film "Respect". "Ich schreibe nur, wenn ich etwas habe, das ich wirklich sagen will, und jetzt ist die Zeit für meine Stimme. Carole King und Aretha Franklin haben mir beide gesagt: 'Nutze deine Stimme'", verriet sie. Und weiter: "Das hat mich nie verlassen. Und wenn ich dieses Mal meine Stimme nutze, dann mit meinen Worten."
Vor 22 Jahren startete Jennifer ihre Karriere als Kandidatin bei American Idol. Mittlerweile ist sie als Gastjurorin an das Jurypult der Castingshow zurückgekehrt – ein besonderer Augenblick, in dem sich für sie der Kreis schloss. Auch ihr Oscar für "Dreamgirls" liegt inzwischen fast 20 Jahre zurück. Gegenüber E! News resümierte sie: "Auf der anderen Seite von allem zu stehen, ist verrückt, aber es führt einem vor Augen, wie viel Zeit vergangen ist. Ich denke: 'Wow. Idol war vor 22 Jahren. Dreamgirls war vor 20 Jahren.'" Ihre gesammelten Erfahrungen nutzt die Musikerin heute, um junge Talente zu unterstützen: Bei American Idol ist sie als Jurorin und Mentorin tätig, außerdem begleitet sie hinter den Kulissen eine "Dreamgirls"-Produktion. Dadurch bekommt sie hautnah mit, wie andere Nachwuchskünstler die Gelegenheit erhalten, die einst auch für ihr eigenes Leben entscheidend war.


























