"Suizidgedanken": Sophia Thiel kämpfte gegen Essstörung an
Sophia Thiel (31) gibt einen ehrlichen Einblick in die wohl dunkelste Zeit ihres Lebens. Im Podcast "Tigges trifft" von Sebastian Tigges (41) erinnert sich der Social-Media-Star an das Jahr 2019. Damals bestimmte ihre Essstörung ihren kompletten Alltag. Sie zog sich in die USA zurück, und schwere Essanfälle überwältigten sie. "Meine schlimmsten Essanfälle hatte ich 2019, als ich nach L.A. geflüchtet bin sozusagen und da kannst du dich extrem gesund, aber auch ungesund ernähren und hast 24/7 Zugang", erzählt Sophia. Die ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln habe die Situation zusätzlich erschwert. Statt das Leben in der US-Metropole zu genießen, verbarrikadierte sich die Sportlerin in ihrem Airbnb und isolierte sich. Sport spielte in dieser Phase keine Rolle – ein krasser Gegensatz zu dem Image, mit dem sie im Netz bekannt geworden war.
Sophia schildert im Podcast, wie weit sie früher ging. "Ich habe den ganzen Tag ununterbrochen gegessen, um mich zu betäuben. Es ist wie ein Junkie in der Drogenhöhle, man betäubt sich einfach und tut sich unglaublich weh." Sie habe in dieser Zeit kaum etwas gefühlt und über das Essen versucht, etwas zu spüren: "Ich habe dann so lange gegessen, bis ich physische Schmerzen hatte, dass ich weder sitzen noch richtig liegen konnte." Hielt sie die Beschwerden nicht mehr aus, übergab sie sich. Auch mental war Sophia am Ende ihrer Kräfte: "2019 war es auch schon wirklich mit Suizidgedanken. Ich hab zum ersten Mal im Leben gespürt, ich möchte komplett alleine so weit weg wie möglich sein." Genau dieser Wunsch nach Abstand habe sie schließlich nach Los Angeles geführt.
Der Grund für ihren Rückzug war der große Druck, den feste Ernährungs- und Trainingspläne mit sich brachten. Sophia wollte austesten, ob sie ohne diese Vorgaben zufriedener leben könnte. "Und dann habe ich halt gesagt, wenn es dir so schwerfällt, dich an deine Pläne zu halten und in Form zu halten, dann lass alles und schau, ob du dann glücklicher wirst", erklärt sie im Podcast. Entlastet wurde die Content Creator allerdings nicht. "Ich bin von einem Extrem ins andere Extrem gerutscht", räumt sie gegenüber Sebastian ein. Nach rund einem Jahr Auszeit entschied sich die Fitnessinfluencerin schließlich dafür, professionelle Hilfe zu suchen. Sie begann eine Therapie.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.




























