Hautkrebs: TV-Star Uwe Herrmann "muss mit Rückfall rechnen"

Hautkrebs: TV-Star Uwe Herrmann "muss mit Rückfall rechnen"

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Rund sieben Monate nach seiner Krebsdiagnose steht für Uwe Herrmann (64) eine entscheidende Nachricht an. Der Brautausstatter, der aus der Sendung "Zwischen Tüll und Tränen" bekannt ist, ist an einem aggressiven Merkelzellkarzinom erkrankt. Nach seiner einmonatigen Strahlentherapie wird er engmaschig kontrolliert: Ultraschall, Blutbild und eine Computertomografie mit Kontrastmittel standen zuletzt auf dem Programm. Zwei Ergebnisse liegen bereits vor und machen Mut: Sowohl die Ultraschalluntersuchung als auch die Blutwerte seien unauffällig gewesen, berichtete Uwe nun gegenüber BUNTE.de. Der Befund der Computertomografie steht allerdings noch aus. Dennoch gibt sich der 64-Jährige zuversichtlich: "Ich bin guter Hoffnung." Ganz verdrängen könne er die Gefahr jedoch nicht: "Ich muss immer mit einem Rückfall rechnen, weil das Merkelzellkarzinom wirklich eine der aggressivsten Krebsarten ist", erklärte er dem Portal. Sollte eine Metastase entdeckt werden, handle es sich um ein sehr schnelles Rezidiv. "Dann habe ich das Worst-Case-Szenario – das wollen wir aber nicht hoffen", fügte er hinzu. Bis das letzte Resultat feststeht, bleibt für Uwe somit eine belastende Ungewissheit bestehen.

Die Bestrahlung forderte Uwe körperlich einiges ab. Mehr als einen Monat lang erhielt er an fünf Tagen pro Woche die Behandlung. "Die Bestrahlung war hart, aber ich habe alles gut überstanden. Es macht einen müde und matt", schilderte er gegenüber BUNTE.de. Dennoch arbeitete er weiter. Direkt nach dem letzten Bestrahlungstermin absolvierte er einen Dreh für "Zwischen Tüll und Tränen", fuhr anschließend zum Prager Flughafen und flog für eine weitere Produktion nach Bangkok. Trotz des beruflichen Stresses achtet er nach eigener Aussage darauf, seine persönlichen Grenzen nicht zu überschreiten. In Asien verband er seine geschäftlichen Termine in China daher mit einer Auszeit in Thailand. Auf der Insel Ko Lan unternahm Uwe Strandspaziergänge von 20 bis 30 Kilometern und konnte dabei mental abschalten. Die Folgen der Therapie sind allerdings weiterhin sichtbar und spürbar: "Mein Oberarm ist von der OP auch noch deformiert und etwas verhärtet. Er lässt sich gut bewegen, aber man merkt den Schmerz und die Einschränkungen", berichtete er, ergänzte jedoch: "Aber meine Oberfläche hat für mich keine Priorität, sondern nur der Tumor."

Die Hautkrebsdiagnose hatte Uwe im Februar erhalten. Bei einer ersten Operation entfernten die Ärzte den Tumor, entdeckten danach jedoch eine Mikrometastase in einem Lymphknoten. Deshalb wurden ihm kurz vor Ostern in einem zweiten Eingriff zwölf weitere Lymphknoten entnommen. In diesen fanden sich keine zusätzlichen Metastasen. Nach der Tumorentfernung musste Haut auf seinen Arm transplantiert werden, um die große Wunde zu schließen. Damals bezeichnete sich der TV-Star als "faktisch krebsfrei". Eine zusätzliche Immuntherapie wurde von seiner Krankenkasse bisher nicht genehmigt. Käme es zu einem Rückfall, müsste sie sofort starten: "Dann ist Gefahr im Verzug", erklärte Uwe dem Portal. Von der Angst möchte er sich jedoch nicht bestimmen lassen. Vielmehr blickt er bereits in die Zukunft. In Thailand plante er laut eigener Aussage gemeinsam mit seinem Sohn Philipp den Umbau seines Dresdner Brautmodengeschäfts "Weißes Gewölbe" – mit neuen Umkleiden und rollstuhlgerechtem Laden. Es scheint, als stecke Uwe nach den schwierigen letzten Monaten nun voller Tatendrang.

"Zwischen Tüll und Tränen"-Star Uwe Herrmann, Juni 2026
Instagram / uweherrmanndresden
"Zwischen Tüll und Tränen"-Star Uwe Herrmann, Juni 2026
Uwe Hermann bei einem Krankenhausbesuch im Juli 2026
Instagram / uweherrmanndresden
Uwe Hermann bei einem Krankenhausbesuch im Juli 2026
Uwe Herrmann bei der Premiere der Dinnershow Moments 3 im Ostra-Dome, Dresden, 28.11.2025
Imago
Uwe Herrmann bei der Premiere der Dinnershow Moments 3 im Ostra-Dome, Dresden, 28.11.2025