Kevin Sinfield erinnert sich an Abschied von Rob Burrow
Die Erinnerungen an seinen besten Freund haben Kevin Sinfield sichtlich mitgenommen. Im "High Performance Podcast" schildert der frühere Leeds-Rhinos-Spieler den letzten Besuch bei seinem einstigen Teamkollegen Rob Burrow (†41) und bricht dabei in Tränen aus. Einen Tag vor dessen Tod am 2. Juni 2024 hatte Kevin ein Trainingslager der englischen Rugbymannschaft verlassen und war in den Norden Englands gefahren, um den schwer an der Motoneuron-Krankheit erkrankten Sportler ein letztes Mal zu sehen. Kevin küsste seinen Freund zum Abschied auf die Stirn und sagte ihm, dass er ihn liebe. Und als er das Zimmer verließ und sich noch einmal umdrehte, lächelte ihn sein Freund trotz seines kritischen Zustands an. Unter Tränen muss er seine Erzählung unterbrechen, bevor er die bewegende Erinnerung mit den Zuhörern teilen kann.
Dass es Rob in jenen Tagen sehr schlecht ging, wusste Kevin bereits die ganze Woche über. Als ihn schließlich die Nachricht erreichte, sein Freund sei dem Tod nahe, machte er sich sofort auf den Weg. Durch das kleine Fenster des Krankenzimmers sah er ihn zunächst schlafend und an ein Beatmungsgerät angeschlossen, während Robs Mutter und Schwester bei ihm waren. Nachdem Rob aufgewacht war, versuchte Kevin wie bei seinen früheren Besuchen, ihn zum Lachen zu bringen. Dazu berichtete er ihm von seinen aktuellen Erlebnissen. "Es war wirklich traurig. Traurig, aber wunderschön. Wir wussten beide, dass es das letzte Mal war", erinnert sich Kevin im Podcast. Über den Abschied sagt er: "In unserem letzten Moment küsste ich ihn auf die Stirn und sagte ihm, dass ich ihn liebe." Dann stockt ihm die Stimme: "Als ich ging, blickte ich ein letztes Mal zurück, und er schaute mich lächelnd an, wie er es immer tat."
Rob starb im Alter von 41 Jahren. Die Diagnose Motoneuron-Krankheit hatte er 2019 erhalten, Ärzte gaben ihm damals nur noch ein bis zwei Jahre – tatsächlich lebte er noch etwa viereinhalb Jahre. Im späteren Verlauf der Erkrankung konnte Rob nicht mehr sprechen. Seinen Freund begrüßte und verabschiedete er laut Kevins Erinnerung aber stets mit einem Lächeln, selbst in den schwierigsten Momenten. Nur zweimal habe er seinen Freund niedergeschlagen erlebt, beide Male unmittelbar nach der Diagnose. Danach sei Rob dem Leben gegenüber sehr positiv geblieben. Gemeinsam sammelten die ehemaligen Teamkollegen Millionen für Hilfsorganisationen im Kampf gegen die Krankheit. Allein mit mehreren extremen Laufaktionen brachte Kevin mehr als zwölf Millionen Euro für Forschung und Betroffene zusammen. Seine "Seven in Seven"-Challenge mit sieben Ultramarathons an sieben aufeinanderfolgenden Tagen widmete er Rob. Kevin will sein Engagement fortsetzen, bis eine Behandlung gefunden ist.
























