"Bares für Rares"-Händler wirft sturen Verkäufer raus
In der ZDF-Trödelshow Bares für Rares ist es zu einem ungewöhnlichen Eklat im Händlerraum gekommen. Ein junger Verkäufer wollte gemeinsam mit seiner Freundin eine alte Feuerwehrausrüstung aus einem Bergwerk zu Geld machen – und ging dabei selbstbewusst in die Verhandlung. Seine Preisvorstellung: 1.500 Euro. Experte Sven Deutschmanek (50) kam bei seiner Einschätzung allerdings auf deutlich weniger und taxierte das Konvolut lediglich auf 700 bis 1.000 Euro. Normalerweise hätte sich die Angelegenheit damit erledigt. Doch Moderator Horst Lichter (64) machte eine Ausnahme und überreichte dem hartnäckigen Gast schließlich doch die begehrte Händlerkarte. Auch im Händlerraum blieb der Mann bei seiner Forderung. Selbst das Höchstgebot von Walter Lehnertz (59) in Höhe von 700 Euro lehnte er ab. Da eine Einigung nicht in Sicht war, zog Wolfgang Pauritsch (54) schließlich die Reißleine, beendete die Verhandlung und schickte das Paar ohne Verkauf wieder aus dem Raum.
Seine deutlich niedrigere Schätzung begründete Sven damit, dass die einzelnen Teile der historischen Ausrüstung kein zusammengehöriges Set bilden. Vielmehr sei die Sammlung offenbar nach und nach zusammengetragen worden. Der Verkäufer ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken: Bereits während der Expertise machte er unter Berufung auf seine eigenen Recherchen deutlich, dass ein Verkauf unter 1.500 Euro für ihn nicht infrage komme. Eigentlich gilt bei der Sendung, in der es oft zu regelrechten Bieterkämpfen kommt, die Regel, dass die Händlerkarte nur dann vergeben wird, wenn ein Gast die Einschätzung des Experten grundsätzlich mitträgt. Angesichts des engagierten Auftretens seines Gegenübers drückte Horst aber ein Auge zu. Anschließend warb der Mann mit großem Einsatz und viel Begeisterung für die Feuerwehrausrüstung vor den Händlern. Doch seine Bemühungen blieben erfolglos. Als feststand, dass er sich auf keinen niedrigeren Betrag einlassen würde, griff Wolfgang ein.
Nach der gescheiterten Verhandlung fand Horst noch deutliche Worte für den Verkäufer und seine Begleiterin: Er selbst hätte das Angebot von Walter über 700 Euro angenommen. Die beiden verließen die Sendung am Ende trotzdem mit ihrer Feuerwehrausrüstung im Gepäck – und ohne Geld. Damit gehören sie zu den wenigen Ausnahmen, denn normalerweise wird der Preis nach der Expertise im Händlerraum ausgehandelt. Das Sendungskonzept sieht vor, dass Experten zunächst die von Privatpersonen mitgebrachten Stücke fachkundig begutachten. Erst danach geht es für sie zu den Händlern, wo über einen möglichen Verkauf verhandelt wird. Wer sich selbst ein Bild von den Trödelschätzen machen möchte, kann "Bares für Rares" werktags um 15.05 Uhr im ZDF verfolgen. Zusätzlich zeigt ZDFneo Wiederholungen der Sendung um 10.55 Uhr sowie um 19.20 Uhr.





























