Neues "Herr der Ringe"-Projekt wackelt nach Studio-Übernahme
Um das geplante Mittelerde-Projekt "The Lord of the Rings: Shadow of the Past" gibt es momentan widersprüchliche Meldungen. Nach der Übernahme von Warner Bros. durch Paramount und dem Zusammenschluss unter dem Banner Skydance soll der neue Der Herr der Ringe-Film angeblich ins Wanken geraten sein. Knight Edge Media beruft sich nun auf interne Quellen und berichtet, die Arbeit an dem Streifen sei vorerst pausiert worden. Warner Bros. selbst zeichnet jedoch ein völlig anderes Bild: In einer Stellungnahme heißt es, das Projekt befinde sich weiterhin in Entwicklung. An Entwürfen für das Drehbuch werde unverändert gearbeitet. Damit stehen sich aktuell zwei Darstellungen gegenüber – auf der einen Seite die Berichte über einen vorläufigen Produktionsstopp, auf der anderen Seite die Beteuerung des Studios, dass "Shadow of the Past" keineswegs komplett auf Eis liegt. Wie es wirklich um das Projekt bestellt ist, bleibt demnach vorerst offen.
Laut Knight Edge Media soll Skydance viel weniger Vertrauen in "Der Herr der Ringe" haben als die frühere Führung von Warner Bros. Michael De Luca und Pamela Abdy, die 2023 gemeinsam mit Peter Jackson (64) weitere Mittelerde-Projekte auf den Weg gebracht hatten, sind demzufolge nicht mehr im Unternehmen. Als zusätzlicher Belastungsfaktor gilt wohl das schwache Abschneiden von "Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim" an den Kinokassen. Der Animationsfilm spielte laut Box Office Mojo weltweit knapp 20 Millionen US-Dollar (17.850.767 Euro) ein und blieb damit stark hinter den Erwartungen zurück. Das neue Studio wolle deshalb angeblich erst einmal den Kinostart von "The Lord of the Rings: The Hunt for Gollum" abwarten, bevor über die nächsten Schritte bei "Shadow of the Past" entschieden wird. Dieser Film wird in Neuseeland gedreht und soll am 16. Dezember 2027 in die Kinos kommen.
"Shadow of the Past" war als Fortsetzung angekündigt worden, die mehr als 20 Jahre nach Peter Jacksons ursprünglicher Trilogie erstmals die Handlung über deren legendäres Finale hinaus weitererzählen soll. Im Mittelpunkt steht die Zeit nach Frodos Abreise zu den Unsterblichen Landen. Am Drehbuch arbeiten der berühmte Moderator Stephen Colbert (62) und sein Sohn gemeinsam mit "Herr der Ringe"-Drehbuchautorin Philippa Boyens. Zuvor war auch Autor Peter McGee als Teil des Kreativteams öffentlich genannt worden. Dass ausgerechnet Stephen an dem neuen Stoff mitschreibt, ist kein Zufall: Der Late-Night-Star gilt als leidenschaftlicher Tolkien-Kenner und hat seine Begeisterung für Mittelerde wiederholt öffentlich in seiner Show betont.























