König Frederik gibt vorerst Entwarnung bei Königin Margrethe
Ein einziges Wort von König Frederik X. (58) genügt, um Dänemark zu beruhigen. Bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Schlittenpatrouille SIRIUS fragte ihn die Zeitung B.T. am Mittwochabend nach dem Befinden seiner Mutter. Seine Antwort: "Gut." Weitere Auskünfte gab es nicht, weder zur Art der Erkrankung noch zum Verlauf der Genesung. Zugleich kehrt Königin Margrethe (86) in den Terminkalender zurück: Mit einem Konzert in der Schlosskirche von Fredensborg absolviert die 86-Jährige ihren ersten offiziellen Auftritt seit der Krankheitspause. Dieses Jahr musste die frühere Regentin schon mehrfach aussetzen, zuletzt Anfang September, als sie sogar die Beisetzung des norwegischen Königs Harald V. in Oslo verpasste. Erst im April hatte sie ihren 86. Geburtstag mit einem Konzert im Innenhof von Fredensborg gefeiert. Der Hof verordnete ihr danach ausdrücklich Schonung.
Margrethes Krankenakte reicht weit zurück. Im Februar 2023 wurde sie im Rigshospitalet am Rücken operiert, eine lange Reha folgte; Anfang 2024 trat sie ab, nachdem die Operation sie über die Zukunft hatte nachdenken lassen. Im September 2024 stürzte sie auf Schloss Fredensborg und zog sich eine Verletzung der Halswirbelsäule sowie einen Bruch der linken Hand zu. Im Mai 2025 kam sie vorsorglich wegen einer starken Erkältung in die Klinik. Dann häuften sich die Rückschläge: Am 14. Mai 2026 wurde sie wegen Herzbeschwerden aufgenommen, eine Herzkranzarterie wurde per Ballondilatation geweitet. Kurz nach der Entlassung wurde sie bis zum 29. Mai wegen einer größeren Einblutung im Hüftbereich behandelt. Am 6. September brachte sie eine neue Blutansammlung samt leichter Dehydrierung erneut ins Krankenhaus, vier Tage später ging es zurück nach Fredensborg.
Wie angeschlagen die Altkönigin ist, zeigen auch Expertenstimmen. Der Königshaushistoriker Sebastian Olden-Jørgensen sagte B.T., Margrethe zeige Anzeichen körperlicher Schwäche und steigere ihr Pensum wohl nicht, sofern sich “ihre Gesundheit nicht radikal verbessert”. Zugleich mahnte er: "Es geht nur in eine Richtung. Aber mit moderner Medizin kann man die letzte Phase lange hinauszögern." Sichtbar wurde die Schwäche schon im Juni: Beim Literaturpreis, der nach ihrem verstorbenen Mann benannt ist, erschien Margrethe erstmals mit einem Rollator, den einst auch ihre Mutter, Königin Ingrid, im hohen Alter nutzte. Dänische Beobachter sorgen sich: Schließlich können sich nur wenige Menschen im Land an eine Zeit ohne Margrethe erinnern.

























