Psychische Gesundheit: Prinz Williams Appell an Mitmenschen
Prinz William (44) wendet sich mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: Anlässlich des Welttags der psychischen Gesundheit am 10. Oktober bittet er die Menschen, bei anderen nachzufragen, zuzuhören und Freundlichkeit zu zeigen. Gegenüber dem Daily Express macht der Prinz von Wales deutlich, dass ein unauffälliges Auftreten täuschen kann und sich dahinter schwere seelische Belastungen verbergen können. "Wir wissen nicht immer, was jemand unter der Oberfläche mit sich trägt", erklärt der Prinz von Wales. Schon ein einziges Gespräch könne einem Betroffenen neue Hoffnung geben und ihm das Gefühl nehmen, mit seinen Sorgen allein dazustehen. William will diese Botschaft zum Aktionstag auch über seine Social-Media-Kanäle verbreiten. Dabei ruft er dazu auf, anderen Menschen bewusst Nähe und Aufmerksamkeit zu schenken. "Sich die Zeit zu nehmen, nachzufragen, zuzuhören und Freundlichkeit zu zeigen, kann einen größeren Unterschied machen, als uns oft bewusst ist", betont er gegenüber der Tageszeitung. Damit stellt William kleine, persönliche Gesten in den Mittelpunkt seines Aufrufs.
Für das Thema psychische Gesundheit setzt sich der dreifache Vater bereits seit mehr als zehn Jahren öffentlich ein. Besonders am Herzen liegen ihm dabei Männer in Krisen und die Suizidprävention. Über seine Royal Foundation unterstützt William das National Suicide Prevention Network, das Erkenntnisse über die Ursachen von Suiziden fördern, leicht zugängliche Hilfsangebote schaffen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einrichtungen verbessern soll. Dass sein Engagement Wirkung zeigt, belegt ein Beispiel der Hilfsorganisation James' Place: Nach einem Gespräch bei Radio 1, in dem der Royal über psychische Gesundheit bei Männern und Suizidprävention sprach, meldeten sich unmittelbar danach junge Männer, die die Sendung gehört hatten. Seine Stiftung half zudem, im Principality Stadium in Cardiff eine Anlaufstelle einzurichten. Nach Angaben der Jac Lewis Foundation wurden dort mehr als 250 gefährdete Menschen ohne Warteliste unterstützt. Bereits im September startete William außerdem gemeinsam mit Prinzessin Kate (44) in Liverpool das Angebot "On Your Side" für Sportler, Trainer und Fans mit schweren psychischen Problemen.
Wie nah ihm einzelne Schicksale gehen, zeigte sich bei einem Treffen mit Rhian Mannings. Sie hatte 2012 ihren einjährigen Sohn George verloren – nur fünf Tage später nahm sich ihr Mann Paul Burke das Leben. Im Gespräch über Trauer und Stigmatisierung wirkte der Royal zeitweise so bewegt, dass ihm die Worte fehlten. Ein Insider berichtet dem Daily Express, dass William Termine zu diesem belastenden Thema bewusst mit zeitlichem Abstand planen lasse: "Jedes Gespräch berührt ihn, wie es jeden berühren würde, deshalb möchte er sich die Zeit nehmen, es zu verarbeiten, bevor er durch die Tür zu seiner Frau und seinen Kindern geht." Rhian berichtete zudem, William habe mit ihren beiden Teenagerkindern offen und selbstverständlich über den Tod ihres Vaters gesprochen. Das Treffen habe der Familie vermittelt, dass Pauls und Georges Leben etwas bewirkt hätten. Nach ihren Verlusten gründete Rhian die Organisation 2wish, die Familien nach dem plötzlichen oder unerwarteten Tod eines Kindes oder jungen Menschen unterstützt. William und Kate wandten sich kürzlich mit einem Brief auch an die Sportlerin Dame Kelly Holmes (56) zum Thema.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizidgedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
























