Tumor hat nicht gestreut: Papst Leo XIV. ist nun krebsfrei
Aufatmen im Vatikan: Papst Leo XIV. (71) gilt nach seiner Tumoroperation in der römischen Gemelli-Klinik als krebsfrei. Seine Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora legten am Mittwochabend die abschließenden histologischen Befunde vor. Die Untersuchung des entfernten Gewebes bestätigte demnach ein bösartiges Lungen-Adenokarzinom. Der Krebs war jedoch örtlich begrenzt und hatte nicht in andere Bereiche des Körpers gestreut. Der Tumor saß im unteren rechten Lungenlappen, der während des Eingriffs vollständig entfernt worden war. Wie der Vatikan mitteilte, ergab die anschließende onkologische Beurteilung deshalb, dass keine weitere Behandlung notwendig ist. Weder eine Chemotherapie noch eine Bestrahlung oder eine andere zusätzliche Krebstherapie sind demnach vorgesehen. Für die abschließende Diagnose wurden neben der Gewebeuntersuchung auch molekularbiologische Analysen des bei der Operation entnommenen Materials herangezogen.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte rund anderthalb Wochen zuvor beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz überraschend öffentlich gemacht, dass bei ihm ein Lungenknoten im Anfangsstadium entdeckt worden war. Ob es sich um bösartiges Gewebe handelte, war damals noch unklar. Nach dem Eingriff nahm Leo seine Arbeit bereits schrittweise wieder auf. In einer vom Vatikan verbreiteten Erklärung kündigte er an: "Ich werde meine Aktivitäten mit Gottes Hilfe und euren Gebeten nach und nach wieder aufnehmen. Diese Erfahrung hat mich auf besondere Weise die Nähe zu all jenen spüren lassen, die Krankheit und Gebrechlichkeit durchleben." Auch seine anstehenden größeren Termine sind aus medizinischer Sicht nicht gefährdet. Am 27. Oktober soll Leo Assisi besuchen. Vom 6. bis 17. November ist außerdem eine Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru geplant.
Gerade die Südamerikareise hat für den Papst eine ganz persönliche Bedeutung: In Peru war er insgesamt rund 20 Jahre lang als Missionar und später als Bischof tätig. Der Geistliche, der mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost heißt, steht seit 2025 an der Spitze der katholischen Kirche. Er ist der erste US-Amerikaner, der das Papstamt bekleidet. Krebs ist in seiner Familie zudem kein unbekanntes Thema: Sein Vater starb an Darmkrebs, auch seine Mutter erlag einer Krebserkrankung. Auch sein Bruder Louis Prevost ist erkrankt und wird wegen eines Myeloms behandelt. Nach Leos Diagnose zeigte Louis sich dennoch entschlossen. Gegenüber Newsmax erklärte er: "Wir kommen nicht aus einer Familie, in der man aufgibt." Nun steht fest, dass der Tumor seines Bruders lokal begrenzt war und operativ vollständig entfernt werden konnte. Eine weitere Therapie ist laut den behandelnden Medizinern nicht erforderlich.

























