Darum gibt es einen Hype um die Elizabeth-Holmes-Doku
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Darum gibt es einen Hype um die Elizabeth-Holmes-Doku

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Elizabeth Holmes sorgt mit der neuen A24-Dokumentation "You Can See Everything" derzeit für großes Aufsehen. Für den fast dreistündigen Film begleiteten Nathan Fielder und Lance Oppenheim die Theranos-Gründerin in den 34 Tagen vor ihrem Haftantritt am 30. Mai 2023. Wie die Dokumentation zeigt, erhielten die Filmemacher ungewöhnlich weitreichenden Zugang: Sie durften Elizabeth in ihrem Zuhause rund um die Uhr beobachten und befragen. Dabei wurden auch ihr heutiger Partner und weitere Familienmitglieder von den Kameras eingefangen. Im Zentrum steht der Umgang der Unternehmerin mit dem milliardenschweren Betrugsskandal und die Frage, an welcher Stelle in ihren Schilderungen die Wahrheit endet und eine mögliche Inszenierung beginnt. In den USA entwickelt sich der fast dreistündige Film zum Kinohit und zum Social-Media-Phänomen. Während der britische Kinostart für den 20. November 2026 angekündigt ist, gibt es hierzulande bislang keinen bestätigten Termin.

Auch vor der Kamera beharrt Elizabeth Holmes auf ihrer Unschuld. "Ich habe nichts falsch gemacht", betont sie in der Dokumentation. Mit Blick auf ihre Gefängnisstrafe erklärt sie außerdem: "Ich wünschte, ich wüsste es. Ich weiß es nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich das verstehe." Die Dauerbeobachtung habe sie zugelassen, weil dies der Moment sei, um ihre Geschichte festzuhalten, bevor sie weg sei. Nathan Fielder ist für trockenen, sozial unbequemen Humor sowie die Vermischung von Reality-TV, Dokumentation und Fiktion bekannt. Sein Versuch, Elizabeths Darstellung zu durchdringen, trägt wesentlich zum Hype bei. Auch wirtschaftlich setzt der Film Maßstäbe: Beim Start spielte er auf lediglich 855 Leinwänden in den USA und Kanada rund 13,4 Millionen Euro ein. Laut A24 ist das eine der größten Limited-Release-Eröffnungen des 21. Jahrhunderts und der stärkste Start eines Films auf weniger als 1.000 Leinwänden seit "Borat" aus dem Jahr 2006.

Der Trailer erinnert dabei eher an einen psychologischen Horrorthriller als an eine klassische Dokumentation. A24 selbst beschreibt das Werk als "intimes Porträt einer rätselhaften Straftäterin", das sich zu einer "bewusstseinserweiternden Reise in den Abgrund" entwickle. Zur Erinnerung: Elizabeth gründete Theranos 2003 im Alter von 19 Jahren und versprach schnelle, günstige und präzise Bluttests mit nur wenigen Tropfen Blut. Mehr als 700 Millionen US-Dollar sammelte das Unternehmen bei Investoren ein, zeitweise wurde es mit neun Milliarden US-Dollar bewertet. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Technologie nicht wie behauptet funktionierte, wurden sie und Ramesh "Sunny" Balwani 2018 wegen Betrugsvorwürfen belangt. Eine Jury sprach sie in vier Anklagepunkten schuldig. Ihre Entlassung aus der Bundeshaft ist derzeit für den 22. Februar 2030 vorgesehen.

Elizabeth Holmes, 2019
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Elizabeth Holmes, 2019
Elizabeth Holmes, 2022
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Elizabeth Holmes, 2022
Elizabeth Holmes. 2019
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Elizabeth Holmes. 2019
Sollte die gehypte Elizabeth-Holmes-Doku schnell auch in Deutschland starten?