"Grenzerfahrung": So empfand Matthias Steiner "7 vs. Wild"
Matthias Steiner (44) stellte sich für die Dreharbeiten der Survival-Realityshow "7 vs. Wild Sierra El Diablo" der Wildnis in der Dominikanischen Republik – und hat dort offenbar deutlich mehr erlebt als Sonne, Strand und Palmen. Gegenüber Bild schildert der ehemalige Gewichtheber, dass das Abenteuer für ihn vom ersten Augenblick an eine körperliche wie mentale Grenzerfahrung gewesen sei. Besonders zugesetzt haben ihm dabei nicht wilde Tiere oder der Hunger, sondern winzige Plagegeister: Moskitos. Die hätten es offenbar ganz besonders auf den Olympiasieger abgesehen. "Oh ja. Wer so etwas noch nie erlebt hat, kann sich das nicht vorstellen. Ich wurde alle paar Sekunden von Moskitos gestochen, oft auch mehrmals an derselben Stelle", berichtete er dem Blatt. Und weiter: "Irgendwann war mein kompletter Körper mit Stichen übersät." Die Bedingungen in der Natur hätten ihn damit vom ersten Augenblick an körperlich wie mental gefordert.
Warum ausgerechnet er zum Lieblingsmenü der Insekten wurde, darüber hat sich Matthias so seine Gedanken gemacht. Eine Theorie hat der Sportler nämlich bereits parat – auch wenn es sich dabei um eine reine Vermutung handelt und nicht um einen medizinisch bestätigten Zusammenhang. "Ich habe mich gefragt, ob es an meinem Diabetes lag, dass sie sich dermaßen auf mich gestürzt haben. Diabetes mellitus heißt übersetzt ja 'honigsüßer Durchfluss'. Gefühlt war ich ein Eldorado für die", erklärte Matthias im Gespräch mit Bild. Doch nicht nur der Juckreiz und die schiere Masse an Stichen beschäftigten ihn. Auch mögliche Folgen gingen ihm durch den Kopf, schließlich können die Insekten in der Region Krankheiten übertragen. "Die Stiche sind nicht ohne, zumal Moskitos dort auch Krankheiten wie Malaria und Denguefieber übertragen könnten", gab der Sportler zu bedenken.
Harte Belastungen ist Matthias eigentlich gewohnt – schließlich stemmte er bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Gewichte, die andere nicht einmal bewegen können. Die Wildnis spielt jedoch nach ihren ganz eigenen Regeln, wie der Sportler erklärt. "'7 vs. Wild' ist ab der ersten Sekunde eine Grenzerfahrung. Es gibt viele Momente, in denen man an seine Grenzen kommt – und das teilweise sehr schnell. Natürlich gibt es auch Warnsignale. Die Frage ist dann: Wie gehst du damit um? Hörst du auf deinen Körper oder denkst du erst mal, da geht noch etwas?", so der Gewichtheber. Wie er sich letztlich entschied, will der Sportler aber noch nicht verraten. "Aus dem Leistungssport kenne ich das gut. Aber dort sind die Bedingungen ganz andere. Wie ich das bei '7 vs. Wild' erlebt habe und welche Entscheidungen ich getroffen habe, möchte ich noch nicht verraten", sagte er.






























