Jalen Hurts' Blutgerinnsel: Jason Kelce löst Shitstorm aus
Um Footballstar Jalen Hurts (28) gibt es derzeit heftige Diskussionen. Beim Quarterback der Philadelphia Eagles war am 10. Oktober in London ein oberflächliches Blutgerinnsel in der linken Wade festgestellt worden. Trotzdem spielte er einen Tag später gegen die Jacksonville Jaguars und flog anschließend rund acht Stunden zurück nach Philadelphia. Später diagnostizierten Ärzte bei ihm eine tiefe Venenthrombose sowie beidseitige Lungenembolien. Jalen wird inzwischen mit Blutverdünnern behandelt und dürfte für den Rest der NFL-Saison ausfallen, wie BuzzFeed berichtet. In die Debatte schaltete sich auch Jason Kelce (38) ein: Der frühere Eagles-Star nahm in dem gemeinsam mit seinem Bruder Travis Kelce (37) moderierten Podcast "New Heights" die Teamärzte in Schutz und verwies dabei auf seine eigenen guten Erfahrungen. Im Netz hagelt es dafür nun Kritik – ihm wird vorgeworfen, die Debatte über medizinischen Rassismus und die Erfahrungen schwarzer Patienten ausgeblendet zu haben.
Auslöser war offenbar ein Tritt mit den Stollen gegen die linke Wade während des Spiels gegen die Los Angeles Rams am 4. Oktober. Vier Tage später klagte Jalen über Schmerzen und wurde vom medizinischen Team behandelt. Bei einer Kontrolluntersuchung am 14. Oktober stellte sich heraus, dass sich das Blutgerinnsel bewegt hatte. Am 17. Oktober setzten die Eagles den Sportler auf die Verletztenliste, zwei Tage später machten das Team und sein Berater die deutlich ernstere Diagnose öffentlich. Daraufhin verlangte die Spielergewerkschaft NFLPA eine umfassende Untersuchung der medizinischen Versorgung. NFL-Chefarzt Dr. Allen Sills sprach hingegen von "erheblichen und uninformierten Spekulationen", während Commissioner Roger Goodell betonte, dass die medizinischen Protokolle eingehalten worden seien. Jason räumte im Podcast ein, dass Fans und Medien Antworten erwarteten und Jalen in eine "sehr ernste, beängstigende Lage" geraten sei. Gleichzeitig verteidigte er die behandelnden Ärzte: "Die Ärzte, die ich kenne und die für die Eagles arbeiten, haben mich während meiner Zeit in Philadelphia hervorragend behandelt." Auf Reddit bezeichneten Kritiker seine Aussagen als "unglaublich unsensibel". Auch auf X wurde kritisiert, dass seine positiven Erfahrungen nichts daran änderten, dass Jalen nach der medizinischen Freigabe mit einem Blutgerinnsel auf dem Feld hätte sterben können.
Jason stand selbst viele Jahre für die Philadelphia Eagles auf dem Platz und kennt das medizinische Personal daher aus seiner aktiven Zeit. Im Podcast "New Heights" betonte der ehemalige Profi, dass er den Ärzten stets vertraut habe und dies auch weiterhin tun werde. Auch Eagles-Coach Nick Sirianni sei das Wohlergehen seiner Spieler sehr wichtig, erklärte Jason. Gleichzeitig hat die Kontroverse in den USA eine umfassendere Debatte über medizinischen Rassismus ausgelöst. The Guardian verwies darauf, dass der Fall des Quarterbacks an historische Muster und an die Erfahrungen schwarzer Menschen erinnere, die nicht angemessen medizinisch versorgt worden seien. Jalen selbst hat sich bisher weder zu seiner Behandlung noch zu den Entscheidungen der Eagles oder zu Jasons Äußerungen öffentlich geäußert.


























