Filmpool-Gründerin Gisela Marx ist mit 84 Jahren gestorben
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Filmpool-Gründerin Gisela Marx ist mit 84 Jahren gestorben

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min
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Die deutsche Medienwelt nimmt Abschied von einer ihrer profiliertesten Persönlichkeiten: Die renommierte Journalistin und einstige WDR-Moderatorin Gisela Marx ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Sie schlief am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, nach einer längeren Krankheitsphase friedlich in ihren Kölner eigenen vier Wänden ein. Felix Wesseler, Chef der Produktionsgesellschaft Filmpool, bestätigte den schmerzhaften Verlust gegenüber der dpa, nachdem das Branchenmagazin DWDL zuerst über den Todesfall berichtet hatte. Marx hinterlässt in gleich zwei Bereichen deutliche Spuren: Als Hörfunk- und Fernsehjournalistin prägte sie über Jahre den Westdeutschen Rundfunk. Gleichzeitig baute sie mit Filmpool eine der erfolgreichsten Produktionsfirmen des Landes auf. Der ganz große Durchbruch gelang ihrem Unternehmen mit einem Format, das das deutsche Nachmittagsprogramm nachhaltig veränderte: der Sat.1-Gerichtsshow "Richterin Barbara Salesch".

Die Wurzeln der heutigen TV-Landschaft reichen zu einem großen Teil auf das Jahr 1974 zurück, als Gisela Marx die Produktionsfirma Filmpool ins Leben rief. Als geschäftsführende Gesellschafterin prägte sie die strategische Entwicklung des Hauses über Jahrzehnte. Mit dem Sensationserfolg von "Richterin Barbara Salesch" revolutionierte das Unternehmen das Nachmittagsprogramm und legte mit Hits wie "Das Jugendgericht" oder "Niedrig & Kuhnt" nach. Auch nach dem Verkauf von Filmpool an MME Moviement im Jahr 2004 blieb Marx an Bord und gestaltete die Geschicke bis 2009 als Vorstandsmitglied aktiv mit. Ihr Nachfolger würdigte ihre Leistung nun mit deutlichen Worten. "Gisela Marx hat die Grundlage dafür gelegt, dass Filmpool zu einer der größten deutschen Film- und Fernsehproduktionsgesellschaften geworden ist", erklärte Felix Wesseler gegenüber der dpa.

Die journalistischen Wurzeln von Gisela Marx reichen bis in die Mitte der 1960er-Jahre zurück. Einen Großteil ihres beruflichen Weges ging sie Hand in Hand mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR). Für WDR 2 prägte sie das Radioprogramm maßgeblich: Sie moderierte nicht nur das populäre Morgenmagazin, sondern zeichnete parallel dazu auch als Leiterin des Mittagsmagazins verantwortlich. Für ihr langjähriges Wirken wurde Gisela Marx im Jahr 2003 mit dem Landesverdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Gisela Marx in der Jahrhundertrevue zum Frauenwahlrecht
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Gisela Marx zu Gast bei "Hart aber Fair" in Köln, Februar 2014
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Gisela Marx bei der Talkshow "Menschen bei Maischberger" im September 2011
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