"Star Trek"-Star Walter Koenig ist mit 90 Jahren verstorben

"Star Trek"-Star Walter Koenig ist mit 90 Jahren verstorben

- Melina Becker
Lesezeit: 3 min
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Die Science-Fiction-Welt trauert um einen ihrer bekanntesten Darsteller: Walter Koenig (†90), der als Pavel Chekov in der Kultserie "Star Trek" Fernsehgeschichte schrieb, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Wie das US-Portal TMZ vermeldet, verstarb der Schauspieler am Sonntag im Alter von 90 Jahren in seinem Domizil im kalifornischen North Hollywood an Altersschwäche. Walter Koenig stieß damals zu Beginn der zweiten Staffel zur Besetzung der legendären Originalserie. In seiner Rolle als russischer Enterprise-Fähnrich Pavel Chekov stand er für 36 der insgesamt 50 Episoden vor der Kamera, die in den Jahren 1967 bis 1969 ihre TV-Premiere feierten. Auch auf der großen Leinwand blieb er seiner Paraderolle treu: Von 1979 bis 1994 war er als Chekov in den ersten sieben "Star Trek"-Kinofilmen zu sehen und begleitete die Figur damit über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg.

Doch nicht nur im "Star Trek"-Universum hinterließ Koenig seine Spuren. In der Serie "Babylon 5" verkörperte er den zwielichtigen Alfred Bester – eine vielschichtige Figur, die für gleich mehrere Handlungsstränge der Produktion von Bedeutung war. Dabei stand seine Mitwirkung an dem Projekt anfangs unter keinem guten Stern: Im Jahr 1993 erlitt der Darsteller einen schweren Herzinfarkt und musste sich einer vierfachen Bypass-Operation unterziehen, weshalb er seinen eigentlich geplanten Auftritt in der Serie absagen musste. Serienschöpfer J. Michael Straczynski hielt jedoch an ihm fest: Sobald Koenig gesundheitlich wieder voll einsatzfähig war, schrieb er ihm kurzerhand die ikonische Rolle des Psi-Cops Alfred Bester auf den Leib. Darüber hinaus arbeitete er auch als Autor, verfasste Fernsehepisoden sowie eine Folge der Zeichentrickserie "Star Trek: The Animated Series" und veröffentlichte seine Memoiren. 2017 schlüpfte er für die zweiteilige, online veröffentlichte Produktion "Renegades" noch einmal in seine berühmteste Rolle – diesmal als 143 Jahre alte Version von Chekov im Rang eines Admirals.

Die Wurzeln der Weltraum-Ikone lagen im Mittleren Westen: Am 14. September 1936 erblickte er als Marvin Walter Koenig in Chicago das Licht der Welt. Als Kind litauischer Immigranten verbrachte er seine Jugend im New Yorker Stadtteil Manhattan. Auch abseits der Kamera fand er sein großes Glück in der Filmbranche: Im Juli 1965 gab er der Schauspielerin Judy Levitt das Jawort. Sie teilten nicht nur das Leben, sondern zeitweise auch den Arbeitsplatz, da Levitt ebenfalls in drei "Star Trek"-Kinofilmen sowie in "Babylon 5" zu sehen war. Die Ehe hielt über 57 Jahre bis zu ihrem Tod im Dezember 2022. Ein schwerer Schicksalsschlag hatte die Familie bereits einige Jahre zuvor getroffen: 2010 starb Koenigs Sohn Andrew Koenig im Alter von 41 Jahren durch Suizid. Er war einem großen Publikum als Richard "Boner" Stabone aus der Sitcom "Growing Pains" bekannt geworden. Zurück bleibt nun Koenigs Tochter Danielle Koenig, die wie ihre Eltern im Showgeschäft tätig ist und als Schauspielerin sowie Drehbuchautorin arbeitet.

Walter Koenig bei den Creative Arts Emmy Awards 2018 in Los Angeles
Getty Images
Walter Koenig bei den Creative Arts Emmy Awards 2018 in Los Angeles
Walter Koenig erhält einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Hollywood
Getty Images
Walter Koenig erhält einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame in Hollywood
Walter Koenig, 2016
Getty Images
Walter Koenig, 2016