"Bares für Rares": Diamantenbrosche erzielt heftigen Preis
"Bares für Rares": Diamantenbrosche erzielt heftigen PreisZDF / Frank HempelZur Bildergalerie

"Bares für Rares": Diamantenbrosche erzielt heftigen Preis

- Malin Friedrich
Lesezeit: 2 min
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Glitzernder Auftritt bei Bares für Rares: In einer der aktuelleren Ausgaben der Trödelshow steht Sarah aus Panketal bei Berlin im Pulheimer Studio von Horst Lichter (64) und hat ein ganz besonderes Schmuckstück im Gepäck. Bei dem Schmuckstück handelt es sich um eine aufwendig gearbeitete Platinbrosche aus der Art-déco-Zeit, die mit verschiedenen Diamanten von insgesamt rund sieben Karat besetzt ist. Sarah möchte das kostbare Stück jedoch nicht für sich selbst verkaufen, sondern handelt im Auftrag ihrer Freundin Elise. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (61) nimmt die Brosche genau unter die Lupe und kommt zu einer stolzen Einschätzung: 8.000 bis 9.000 Euro sei das Stück wert. Damit liegt die Taxierung deutlich über dem Wunschpreis, den die Besitzerin angegeben hat. Elise hatte sich 5.000 bis 6.000 Euro erhofft. Im Händlerraum sichert sich Händlerin Elke die Platinbrosche am Ende für 6.000 Euro – und zahlt damit exakt den maximalen Wunschbetrag.

Im Händlerraum nimmt die Versteigerung der Brosche schnell Fahrt auf. Ausgehend von 3.000 Euro steigen die Gebote rasch an und überschreiten bald die 5.000-Euro-Marke. Schließlich setzt sich Elke mit einem Gebot von 6.000 Euro durch und sichert sich das Schmuckstück. Dass die Händler so tief in die Tasche greifen, liegt vor allem an der aufwendigen Besetzung: Allein der zentrale Diamant bringt 1,2 Karat auf die Waage und soll laut Expertise rund 3.000 Euro wert sein. Rund um den Mittelstein sorgen Brillanten, Achtkantdiamanten und längliche Baguettesteine für ganz unterschiedliche Lichtwirkungen. Sie bilden außerdem die grafischen Linien, die für das Art déco typisch sind. Ganz makellos ist das Schmuckstück allerdings nicht: Ein kleines Steinchen fehlt. Nach Einschätzung von Dr. Heide Rezepa-Zabel lässt es sich aber problemlos ersetzen.

Die Brosche hat für Elise einen besonderen emotionalen Wert: Ihr Mann schenkte ihr das Schmuckstück 1967 zur Geburt ihrer Tochter. Gefertigt wurde das edle Accessoire allerdings bereits deutlich früher: Laut der Expertin stammt sie aus der Zeit zwischen dem Ende der 1920er- und der Mitte der 1930er-Jahre und damit aus der späten Hochphase des Art déco. Charakteristisch sind die hoch aufgebauten, fast überlappenden Formen sowie die großen Bögen, die den Blick gezielt auf den zentralen Diamanten lenken. Auch der Schliff der Diamanten liefert Hinweise auf das Alter der Brosche. Einige der Steine weisen Übergangsschliffe auf, bei denen die Maximierung der Brillanz noch nicht im Vordergrund stand. Diese handwerklichen Merkmale helfen dabei, das Schmuckstück zeitlich einzuordnen und machen es auch aus Sammlersicht besonders interessant.

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
ZDF / Frank Hempel
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
Heide Rezepa-Zabel zu Gast in der ARD-Talkshow "Maischberger. Die Woche" am 27.11.2019 in Köln.
Imago
Heide Rezepa-Zabel zu Gast in der ARD-Talkshow "Maischberger. Die Woche" am 27.11.2019 in Köln.
Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Horst Lichter, Fabian Kahl, Christian Vechtel
ZDF/Frank Beer
Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Wolfgang Pauritsch, Horst Lichter, Fabian Kahl, Christian Vechtel
Wie findet ihr es, dass Elise ihre Art-déco-Brosche trotz der schönen Familiengeschichte verkauft?