Neue Netflix-Doku: Paris schildert Tyson Furys Suchtkampf
Paris Fury erinnert sich mit Schrecken an die dunkelste Zeit im Leben ihres Mannes Tyson Fury (38). In der neuen Netflix-Dokumentation "Tyson Fury" erzählt sie offen, wie sehr sie der Absturz des Boxers nach seinem größten sportlichen Erfolg geängstigt hat. 2015 hatte der Brite Wladimir Klitschko (50) in Düsseldorf besiegt. Danach kämpfte der heute 38-Jährige jedoch mit Alkohol- und Kokainsucht sowie massiven psychischen Problemen. Für Paris wirkte es damals, als habe sich ihr vertrauter Partner völlig verändert. "Der Tyson, den ich kannte, war verschwunden, und ich hatte solche Angst", sagt sie im Trailer zu der Doku. Der Film in Spielfilmlänge stammt von Regisseurin Lucy Wilcox und ist ab dem 27. November auf Netflix zu sehen. Er zeigt Tysons Leben im Boxring, aber auch abseits davon.
Rückblickend hätte Paris schon kurz nach dem Kampf gegen Wladimir hellhörig werden können. Unmittelbar nach dem Sieg machte Tyson eine düstere Bemerkung, deren Bedeutung sie zunächst nicht erfasste. "Direkt nach dem Klitschko-Kampf sagte Tyson zu mir: 'Besser als jetzt wird es nie mehr werden.' Damals verstand ich nicht, was er damit meinte", erzählt Paris im Netflix-Trailer. Tyson selbst beschreibt den Sieg über den Ukrainer als Ziel, auf das er wie besessen hingearbeitet hatte. Mit dem Erfolg seien zwar all seine Ziele Wirklichkeit geworden, zugleich habe er aber seinen Lebenszweck verloren. Seine damalige Verzweiflung bringt der Sportler deutlich zum Ausdruck: "Ich hatte all meine Kindheitsträume erreicht, aber mir war mein gesamter Lebensinhalt genommen worden. Ich wollte nicht mehr leben." Die Doku dreht sich nicht nur um Sucht und psychische Probleme. Sie widmet sich auch Tysons Beziehungen innerhalb der Familie und dem Verlust eines Kindes. Interviews mit Paris und Vater John Fury (62) sowie bislang unveröffentlichtes Archivmaterial sollen weitere Einblicke in diese Zeit geben.
Dass es ihm schwerfällt, Gefühle zu zeigen und über sie zu sprechen, hat für Tyson auch mit seiner Kindheit zu tun. "Als ich in meiner Familie aufwuchs, wurden keine Gefühle gezeigt", erklärt er im Trailer zu "Tyson Fury". Sein damaliges Umfeld sei vor allem von Härte geprägt gewesen. Dazu sagt der Boxer: "Sie waren alle harte Kerle. Wie 50 Cent sagte: 'Zeig keine Liebe, Liebe bringt dich um.'" Paris und Tyson sind verheiratet und haben mehrere gemeinsame Kinder. Bereits 2023 gewährte Netflix mit der Familienserie "At Home With The Furys" Einblicke in ihren Alltag und ihr Privatleben. Trotz seiner schweren Krise fand der Sportler damals zurück in den Ring. 2018 gab Tyson sein Comeback im Profiboxen und holte sich später erneut einen Weltmeistertitel. Die neue Doku erzählt deshalb auch, wie er wieder aus seinem persönlichen Tief herausgekommen ist.





























