Amy Winehouses "Rehab" entstand nach Gespräch in New York

Amy Winehouses "Rehab" entstand nach Gespräch in New York

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 2 min
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Ein Spaziergang durch New York lieferte Amy Winehouse (†27) und Mark Ronson (51) ganz zufällig die Idee zu einem ihrer größten Hits. Anlässlich des 20. Jubiläums von Amys Erfolgsalbum "Back to Black" erinnerte sich der Produzent nun in der Radiotalkshow "Fresh Air" auf NPR Illinois an die ungewöhnliche Entstehung von "Rehab". Die britische Sängerin berichtete ihm damals, wie ihre Familie und Freunde sie zu einer Entziehungskur bewegen wollten. Dabei ahmte sie ihre ablehnende Reaktion mit einem prägnanten "Nein, nein, nein" nach. Mark erkannte darin laut eigener Aussage sofort einen starken Refrain und fragte Amy, ob sie aus dem Satz einen Song machen wolle. Amy gefiel die Idee offenbar. Sie gingen anschließend gemeinsam ins Studio und nahmen sowohl "Rehab" als auch den Song "Back to Black" innerhalb weniger Stunden auf.

Während Amy von einer belastenden Phase sprach, hörte Mark in ihrer spontanen Formulierung also sofort einen eingängigen Refrain. Zwar war er laut eigener Aussage zunächst unsicher, ob er der Sängerin seine Idee vorschlagen sollte, entschied sich aber letztlich doch dafür. "Ich erinnere mich noch sehr gut daran. Sie erzählte mir diese wirklich tiefgehende Geschichte, und ich dachte irgendwie nur: 'Ist das geschmacklos?' – ich hörte darin ausschließlich eine große Pop-Hookline", erklärte er in der Sendung seine damaligen Gedanken. "Rehab" wurde schließlich die Leadsingle von "Back to Black". Amy besang in diesem Song ihre Weigerung, trotz ihrer Drogen- und Alkoholprobleme eine Entzugseinrichtung aufzusuchen.

Heute blickt Mark, der Amy laut eigener Ansicht seine Musikkarriere verdankt, mit gemischten Gefühlen auf den gemeinsamen Erfolg zurück. Schließlich entstand die Musik aus Amys Schmerz und den schweren Erfahrungen, die sie in ihrem Leben bewältigen musste. "Ich war da, um sicherzustellen, dass die Arrangements stimmten. Ich musste dieses Trauma und diesen Schmerz und all diese Dinge nicht ertragen – und hatte im Wesentlichen trotzdem denselben Erfolg mit der Platte", erklärte er seine heutige Sicht auf die Dinge und ergänzte: "Ich habe immer ein kleines bisschen … Es ist keine Schuld. Es ist einfach etwas, worüber ich nachdenke." Dieses Ungleichgewicht beschäftige ihn somit bis heute. Amy kämpfte im Laufe ihres Lebens nicht nur mit Alkohol- und Drogenproblemen, sondern auch mit psychischen Erkrankungen und Essstörungen. Ihre persönlichen Erfahrungen flossen immer wieder in ihre Musik ein. Im Juli 2011 starb die Sängerin im Alter von 27 Jahren an einer Alkoholvergiftung.

Amy Winehouse, Sängerin
Roger Kisby / Getty Images
Amy Winehouse, Sängerin
Mark Ronson im August 2024
Getty Images
Mark Ronson im August 2024
Amy Winehouse, Sängerin
Getty Images
Amy Winehouse, Sängerin
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