Diese Bitte seiner Frau gab Patrick Stewart neuen Antrieb

Diese Bitte seiner Frau gab Patrick Stewart neuen Antrieb

- Fabienne Stepczynski
Lesezeit: 3 min
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Patrick Stewart (†86) verdankt einer einfachen Idee seiner Frau Sunny Ozell eines seiner letzten großen Projekte. Während der Coronapandemie rezitierte der Schauspieler bei einem gemeinsamen Spaziergang spontan einige Verse von William Shakespeare (†52). Sunny kam daraufhin auf die Idee, ihn dabei zu filmen und die Aufnahme im Internet zu teilen. Davon erzählte Patrick vor einigen Jahren der Washington Post. Aus dem spontanen Einfall entwickelte sich schließlich eine tägliche Videoreihe: Der Star Trek-Star trug nach und nach alle 154 Sonette des englischen Dichters vor. Damit wollte er den Menschen während der unsicheren Zeit des Lockdowns Trost spenden und ihnen etwas Ablenkung schenken. Die Aufnahmen bildeten später die Grundlage für sein Hörbuch "Patrick Stewart Performs the Complete Sonnets of William Shakespeare", das im April 2026 erschien. Im Oktober reichte er das Werk sogar für eine Grammy-Nominierung ein. Die Bekanntgabe der Nominierungen sollte er allerdings nicht mehr erleben: Patrick Stewart starb am 28. Oktober im Alter von 86 Jahren.

Gegenüber der Washington Post erzählte Patrick damals, dass ihm Shakespeares Verse immer wieder in den Sinn gekommen seien und er sie dann spontan laut rezitiert habe. Sunny habe eine der ersten Aufnahmen besonders gut gefallen, weshalb sie ihn ermutigt habe, das Video zu veröffentlichen. Die Reaktionen darauf seien so positiv ausgefallen, dass das Paar schließlich beschloss, jeden Tag ein weiteres Sonett zu teilen. Auch in einem Interview mit der Folger Shakespeare Library erinnerte sich der 86-Jährige in diesem Frühjahr an die Anfänge des Projekts. So habe er seiner Frau bei einem Abendessen zu Beginn der Pandemie das Sonett 116 vorgetragen. Da befreundete Musiker zu dieser Zeit bereits Konzerte und Auftritte aus ihren Wohnungen im Internet teilten, sei bei dem Paar die Idee für ein ähnliches Format mit Shakespeare entstanden. Für das Hörbuch nahm Patrick schließlich alle 154 Sonette noch einmal neu auf und ergänzte sie um persönliche Gedanken. Sein Ziel war es, die oft als schwierig geltenden Texte zugänglicher zu machen. Die Zuhörer sollten beim Hören das Gefühl bekommen, direkt angesprochen zu werden. Besonders am Herzen lag ihm Sonett 116, das von beständiger und unerschütterlicher Liebe handelt. Es blieb sein persönlicher Favorit.

Patrick und die Musikerin Sunny lernten sich 2008 kennen, als er in New York für das Theaterstück "Macbeth" auf der Bühne stand. Fünf Jahre später gaben sich die beiden das Jawort. Die Trauung übernahm Ian McKellen (87), Patricks langjähriger Freund und Kollege aus den X-Men-Filmen. Trotz des deutlichen Altersunterschieds schwärmte der Brite immer wieder von Sunnys Intelligenz und davon, wie viel Glück sie in sein Leben gebracht habe. Gleichzeitig machte er sich mit zunehmendem Alter Gedanken über ihre unterschiedlichen Zukunftsperspektiven und die begrenzte gemeinsame Zeit. Sunny stand ihrem Mann nicht nur bei seinen Shakespeare-Lesungen zur Seite, sondern begleitete ihn auch während seiner späten Berufsjahre. Parallel dazu verfolgte sie weiterhin ihre eigene Musikkarriere. Nach Angaben der Familie wich sie Patrick auch in seinen letzten Tagen nicht von der Seite. Der Schauspieler starb in seinem Zuhause in Los Angeles im Kreis seiner engsten Angehörigen und Freunde. Zuvor war es zu Komplikationen im Zusammenhang mit Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz gekommen.

Sir Patrick Stewart und Sunny Ozell beim Fan-Screening von "Star Trek: Picard" im Zoo Palast in Berlin
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Sir Patrick Stewart und seine Ehefrau Sunny Ozell bei der Oscarverleihung 2018 in Hollywood
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Patrick Stewart und Sunny Ozell bei den BAFTA Film Awards am 19. Februar 2023 in London
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Patrick Stewart und Sunny Ozell bei den BAFTA Film Awards am 19. Februar 2023 in London
Wie findet ihr Sunnys Idee, Patricks spontane Lesungen ins Netz zu bringen?