1983 wurde König Charles III. (77), damals noch Thronfolger, bei einem Auftritt ausgerechnet von seiner eigenen Frau ausgestochen. Der Prinz war mit Prinzessin Diana (†36) vier Wochen lang auf Australientour. Bei einem Abendempfang im Wrest Point Hotel in Hobart auf Tasmanien trat Charles ans Rednerpult, während Diana hinter ihm auf der Bühne saß. Er lobte seine Frau in höchsten Tönen und erzählte, schon vor der Trauung habe man ihm oft gesagt, was für ein Glückspilz er sei: "Und meine Güte, ich hatte das Glück, sie zu heiraten", sagte er laut Hello! Genau in diesem Augenblick schnitt Diana hinter seinem Rücken eine Fratze. Der Saal prustete los, Charles drehte sich um, und Diana kicherte verlegen mit gesenktem Kopf. Trocken konterte er: "Es ist erstaunlich, was Frauen tun, wenn man ihnen den Rücken zukehrt."
Optisch ließ Diana an diesem Abend nichts anbrennen: Sie erschien in einer dunkelroten Robe mit Rüschen aus dem Hause Bruce Oldfield und krönte den Look mit der Spencertiara. Kurz davor hatten sie und Charles in Alice Springs Abschied von ihrem Söhnchen William genommen. Der neun Monate alte Kleine war nach der Ankunft der Eltern in Australien zu ihnen gestoßen. In Hobart besuchte das Paar außerdem die Rokeby High School und sorgte dort für große Freude, denn die Schüler durften sich über einen zusätzlichen freien Tag freuen. Offiziell wurde die Reise als Triumph gefeiert. Hinter den Kulissen sah die Lage allerdings anders aus, denn Diana setzte der gewaltige Medienrummel erheblich zu.
Wie belastend das alles für sie war, erzählte Diana später dem Autor Andrew Morton, dessen Biografie 1992 herauskam. Sie bezeichnete die Tour als den Tiefpunkt ihrer Zeit als Prinzessin von Wales: "Es war der schwierigste Moment, Prinzessin von Wales zu sein ... Es war heiß, ich hatte Jetlag und mir war schlecht. Ich war zu dünn. Die ganze Welt konzentrierte sich Tag für Tag auf mich. Ich war die Titelgeschichte in den Zeitungen. Es erschien mir ungeheuerlich, weil ich selbst nichts Wichtiges getan hatte, wie den Everest zu besteigen oder etwas ähnlich Außergewöhnliches." Auch Dianas Bruder Charles Spencer (62) griff die Episode in seinen Erinnerungen "Swan Song: Diana, My Sister" auf. Der plötzliche Ruhm seiner Schwester habe die Ehe belastet. Zu dem berühmten Sydneyfoto, auf dem Diana fast weint, gab er ihre Worte so wieder: "Mit der medialen Aufmerksamkeit kam eine Menge Eifersucht [von ihrem Ehemann]. Dadurch entstanden sehr viele komplizierte Situationen." Zwischenzeitlich sei es ihr schlicht über den Kopf gewachsen.



























