Kate Mulgrew (71) hat als Captain Kathryn Janeway in "Star Trek: Voyager" Seriengeschichte geschrieben. Ihre eigenen Söhne haben davon aber bis heute keine einzige Folge gesehen. Darüber sprach die Schauspielerin kürzlich während einer Pressetour mit dem Sender RTÉ Radio 1. Die beiden sind inzwischen erwachsen. Kate selbst glaubt, dass sie die Science-Fiction-Serie aus einem eher schmerzhaften Grund meiden: Ihre intensive Arbeit an den sieben Staffeln habe in den prägenden Jugendjahren der Jungs eine Leere hinterlassen. Der Drehplan war zu dem Zeitpunkt so streng, dass die alleinerziehende Mutter ihre Kinder vorrangig an den Wochenenden sehen konnte. Heute bedauert Kate besonders, viele wichtige Momente im Leben ihrer Söhne deshalb verpasst zu haben. Die Rolle anzunehmen, bereut sie aber nicht grundsätzlich, wie sie betont.
Wie sehr sie die gemeinsame Zeit von damals vermisst, beschrieb Kate im Interview sehr ehrlich: "Es ist jetzt schon so viele Jahre her, dass ich mit etwas Abstand darauf zurückblicken kann – an guten Tagen sogar mit einer gewissen Weisheit. Aber meistens, wenn ich zulasse, dass mich das Gefühl ganz unmittelbar überkommt, dann vermisse ich diese Jahre mit ihnen. Es waren ihre prägenden Jahre." Ihre Söhne seien acht oder neun, neun oder zehn Jahre alt gewesen, als sie die heiß begehrte Rolle bekam. Bereits in der Doku "To The Journey - Looking Back At Star Trek: Voyager" hatte sie offen zugegeben: "Meine Tochter hat es gesehen – sie ist gnädig. Aber meine Söhne haben kein Interesse. Ich glaube, für sie hat das Ganze eine Art Leere hinterlassen. Man kann sich zwar entschuldigen, aber das reicht eben nur bis zu einem gewissen Punkt." Aus ihrer eigenen Erfahrung weiß Kate inzwischen: Eine so fordernde Hauptrolle und das Familienleben als Alleinerziehende lassen sich nicht immer einfach miteinander vereinbaren.
Kate kam 1994 sehr kurzfristig zu der Rolle der Captain Janeway, denn eigentlich hatte Geneviève Bujold sie ursprünglich übernommen. Danach stand Kate ganze sieben Staffeln lang an der Spitze von "Star Trek: Voyager". Sie war die erste Frau, die als Kapitänin eine eigene Star-Trek-Serie anführte. Obwohl sie dafür privat einen hohen Preis gezahlt hat, denkt die TV-Bekanntheit auch gern an diese Zeit zurück. Sie habe die Arbeit an der Serie sehr genossen und bereue ihre damalige Entscheidung aus diesem Grund nicht. Nach Irland ist Kate vor Kurzem wegen ihres neuen Projekts gereist: Ab dem 8. November läuft ihre Krimiserie "The Galway Bay Murders" im irischen und britischen Fernsehen. Darin spielt sie eine US-Amerikanerin, die in ihrer irischen Heimat in eine Mordermittlung hineingezogen wird. Auch ihr Star-Trek-Kollege Colm Meaney ist mit dabei. Wann die Serie in Deutschland startet, steht allerdings noch nicht fest.




























