Er ist 81 Jahre alt, hat in seinem Leben fast alles gemacht, was man irgendwie machen kann. Er war Schwimmer, Sänger, Schauspieler, Erfinder und nun auch Buchautor. Die Rede ist natürlich von Bud Spencer (81).

Eigentlich heißt er Carlo Pedersoli, stammt aus Italien und hat nur für seine Filme den Namen Bud Spencer angenommen, doch mittlerweile kennt man ihn fast ausschließlich unter diesem Pseudonym – und das stört ihn auch gar nicht. Über sein Leben, in dem natürlich die Schauspielerei eine große Rolle spielt, hat er nun ein Buch, "Mein Leben, meine Filme - Die Autobiografie" (Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag), geschrieben, für das er nun ordentlich die Werbetrommel rührt und auch auf einen Sprung in Berlin vorbeischaute. Dort gab er sich extrem gelassen, fiel gerne mal seiner Dolmetscherin ins Wort, wenn sie seines Erachtens vielleicht etwas nicht ganz genauso gesagt hat, wie er es wollte – man muss wissen, er lernte als kleines Kind von seinem Kindermädchen Deutsch, hat aber mittlerweile, wie er sagte, alles vergessen – und verzog bei seinen Erzählungen fast keine Miene.

Und er ist bodenständig geblieben, für ein Idol hält er sich nicht: „Für mich sind Idole nur im Himmel“, wie er erzählte. Und da er so auf dem Boden geblieben ist und wohl auch selbst am wenigsten mit dem Erfolg seiner Filme gerechnet hatte, war es für ihn damals nur eine logische Schlussfolgerung, sich Bud Spencer zu nennen, denn: „Ich wollte meinen Namen nicht ruinieren“, schmunzelte er. Schließlich hatte er zuvor als Schwimmer große Erfolge gefeiert und ein Schauspieler war er einfach überhaupt nicht. „Es war nur ein Film geplant, jetzt sind es 112“, erklärte er. Viele davon natürlich mit Terence Hill, der eigentlich Mario Girotti heißt und heute auch schon 72 Jahre alt ist. Die beiden sind noch immer die besten Freunde, haben sich nie zerstritten, was laut Bud Spencer daran liegt, dass „Terence ein Schauspieler ist und ich nicht“. Noch heute kommt er immer, wenn er in Rom ist, bei Bud vorbei und dann futtern sie Spaghetti, denn Zuhause bekommt Terence so etwas nicht – er würde sonst zu dick werden.

Doch wie geht der heute 81-Jährige eigentlich damit um, wenn seine Filme wieder einmal im Fernsehen laufen, wird da weggeschaltet oder guckt er sich die dann auch nochmal an? „Manchmal gucke ich meine Filme an, aber es kommt auf die Leute an, die gerade zuhause sind, wenn die sagen, 'Oh Bud, nicht nochmal'“, erklärte er, dann schalte er auch aus. Auch wenn in den Western-Komödien immer ordentlich geprügelt wird, dürfen bei dem Italiener auch die kleinsten Familienmitglieder die Streifen gucken, das ist für ihn gar kein Problem: „Auch Kinder lachen darüber. Es gibt keinen Tod, kein Blut, es ist eine Komödie. In meinen Filmen gibt’s keine Gewalt.“

Keine Gewalt ist vielleicht dann doch etwas beschönigt. Die Macher setzten zwar nicht wie heute auf Unmengen Kunstblut, aber dafür trotzdem auf herumfliegende Fäuste - auch wenn nicht offensichtlich Blut floss.


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