

Deshalb gibt es für die Super-Bowl-Halbzeitshow keine Gage
Bad Bunny (31) wird beim Super Bowl heute Nacht die Halbzeitshow rocken – und zwar im Duell der New England Patriots gegen die Seattle Seahawks. Der Auftritt des Grammy-Gewinners ist etwa zwischen 02:00 Uhr und 02:15 Uhr nach deutscher Zeit geplant, flankiert von einem Millionenpublikum vor den Bildschirmen und Zehntausenden im Stadion. Mit wem er auf der Bühne steht, hält die NFL wie gewohnt unter Verschluss. Brisant: Für die spektakuläre Show kassiert Bad Bunny keinen Cent Gage. "Wir zahlen den Künstlern nicht", erklärte ein NFL-Sprecher bereits 2016 gegenüber Forbes. Die Liga übernimmt stattdessen die Produktion und die anfallenden Kosten rund um die Performance.
Dieses Prinzip hat Tradition: Schon Superstars wie Beyoncé (44), Usher (47) und Rihanna (37) standen unter denselben Bedingungen auf der Bühne. Die Rechnung dahinter: Reichweite statt Honorar. 2025 schalteten beim Auftritt von Kendrick Lamar (38) mehr als 127 Millionen Zuschauer ein – ein Boost, der Streams, Verkäufe und Social-Media-Zahlen erfahrungsgemäß explodieren lässt. Dazu deckt die NFL neben Reise- und Produktionskosten – frühere Shows wurden auf bis zu 13 Millionen Euro taxiert – auch das tarifliche Mindesthonorar der Gewerkschaft. Einen anderen Weg wollte die Liga 2015 testen: Katy Perry (41) sollte für den prestigeträchtigen Slot zahlen. Sie lehnte ab. "Ich will kein Sternchen hinter meinem Namen fürs Super-Bowl-Spiel", sagte sie 2015 zu Forbes, "ich will sagen können, ich habe wegen Talent und Leistung gespielt, vielen Dank."
Für Bad Bunny ist der Halbzeit-Spot dennoch mehr als nur ein Bühnenmoment. Der Rapper, der sich regelmäßig genreübergreifend zwischen Reggaeton, Trap und Pop bewegt, gilt als Live-Magnet und Social-Media-Phänomen mit einer treuen Community. Branchenkennerin Lori Landew erklärte 2019 gegenüber Forbes, viele Stars sähen den Auftritt als seltene Gelegenheit, "eine begeisterte Menge zu unterhalten und ihre Musik mit Millionen zu teilen." Bekannt dafür, seine Shows visuell aufzuladen und Gäste punktgenau einzubinden, dürfte der Musiker auch diesmal auf große Bilder setzen – von Choreografien bis zu Überraschungsauftritten. Und während die Liga die Kulisse bezahlt, wird die Bühne zur globalen Visitenkarte, die Fans und Neugierige gleichermaßen anzieht.









