Gerade ist die elfte Staffel des legendären TV-Formats Big Brother angelaufen, 100 Tage verbringen die Bewohner in einem von Kameras überwachten Container. Wer an Tag 100 noch drin ist, der hat gewonnen. Dem glücklichen Sieger winken 100.000 Euro und allen anderen Bewohnern bisher eine „große“ Fernsehkarriere, vor allem bei Call-In-Sendungen. Beste Beispiele dafür sind wohl Alida Kurras (33), Jürgen Milski (47) und Norman Magolei (31).

„Heimatsender“ der BB-Kandidaten war bisher immer 9Live, wo sie sich als Moderatoren beweisen durften und die Zuschauer mit fragwürdigen Methoden zum Anrufen motivieren sollten. Doch diese Arbeitsmöglichkeit fällt jetzt bald weg, denn zum 31. Mai stellt 9Live seinen Live-Betrieb ein. Die ProSiebenSat.1 Media AG, zu der auch 9Live gehört, verkündete diese Nachricht am Mittwoch gegenüber dwdl.de. Man trenne sich zum Ende des Monats von allen Geschäftsaktivitäten im Bereich Call-In. Das bedeutet, nicht nur 9Live stellt seinen Betrieb ein, auch die nervigen „Quiz-Breaks“, die derzeit im Vormittagsprogramm auf ProSieben laufen, werden ab Juni dann nicht mehr ausgestrahlt. Ein ziemlich eiskaltes Aus für den Hot Button. Vor knapp zehn Jahren, am 1. September 2001, nahm 9Live seinen Sendebetrieb auf und hatte vor allem in den letzten Jahren enorme Erlös-Rückgänge. Zwar habe man auch zuletzt immer noch Geld verdient, wie es aus 9Live-Kreisen heißt, doch nun ist es dennoch aus. ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling gab bereits im März an, „keine wahnsinnig attraktiven Wachstumschancen“ zu sehen. Nur zwei Monate nach dieser Aussage nun also das endgültige Aus.

Wie es mit der Frequenz des Senders 9Live genau weitergeht, ist noch nicht geklärt. Zunächst werden fiktionale Programme ausgestrahlt, so ProSiebenSat.1-Sprecher Posch. Doch in Fachkreisen wird gemunkelt, dass der Frauensender „sixx“ die Chance auf analoge Kabelverbreitung über diese Frequenz bekommen könnte.


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