Gestern Abend zeigte sich Schuldnerberater Peter Zwegat (61) im Interview mit Markus Lanz (42) so privat wie nie. Ganz offen plauderte er über das Geld, die Liebe und „kackbraune Kordhosen“, bevor es dann heute auf RTL um 21:15 Uhr in „Raus aus den Schulden“ wieder um die Probleme seiner Schützlinge geht.

Anders als erwartet, kümmert sich im Hause Zwegat die Frau ums Geld. Bei ihnen gäbe es keine Flipcharts, man brauche da nicht so viel zu rechnen, erzählt der studierte Sozialpädagoge. „Jeder nimmt sich, was er braucht. Ich beispielsweise bin für die Einkäufe und den größten Teil des Kochens zuständig.“ Es gibt nur wenige Dinge, die Herrn Zwegats Geldbörse erleichtern, bis auf die gefährliche Zigarette. Der Schuldnerberater ist, wie er sagt, stolzer Raucher und zeigt dies auch gerne und oft im Fernsehen. Wie viel Geld dafür drauf geht, will der 61-Jährige nicht genau verraten, es handele sich aber mindestens um 400 Euro im Monat, da seine Frau ebenfalls gerne zum Glimmstengel greife. „Nichtrauchen halte ich für aktive Steuerhinterziehung!“, lacht Zwegat, man zahle durch den Verzicht auf Zigaretten schließlich nicht in die Tabaksteuer ein.

Bei Genussmitteln fällt dem Finanzguru das Sparen also schwer, wie sieht es sonst aus? „Ich bin kein Schnäppchenjäger, aber ich ertappe mich manchmal dabei. Ich hab da heut erst so ein Angebot gesehen... Ich hab vor relativ kurzer Zeit auch fürs ganze Jahr Rasiergel gekauft.“ Als das Publikum sich vor Lachen kringelt, fällt Herrn Zwegat auf, dass er sich um Kopf und Kragen redet. So beichtet er auch gleich von seinem Jahresvorrat an Rasierklingen und Zahnbürsten. Das liege aber lediglich daran, dass diese Produkte derart überteuert seien und die Sonderangebote auch wirklich Sinn machten. „Das heißt aber nicht, dass ich jedes Streichholz als Feuerholz verwende und unsere Wohnung aussieht, wie ein Messi-Haushalt. Das Geld, das ich an einer Seite spare, gebe ich an anderer schon mal wieder aus.“

Und dies tut er nicht ungern für die Liebe. Herr Zwegat ist nämlich ein Romantiker und kauft seiner Dauerfreundin jede Woche einen Blumenstrauß. Seit sieben Jahren lebt er unverheiratet in „wilder Ehe“ - doch seine Partnerin trägt das „Angebot“, seinen Heiratsantrag, im Portemonnaie. Irgendwann werde sie das „Zettelchen schon rausholen und Ja oder Nein draufschreiben“. Dann könne er ja immer noch entscheiden, ob sein Angebot verjährt sei oder nicht.
Der gebürtige Berliner sprach in dem Interview, das ihr hier in voller Länge sehen könnt, auch über die prägendste Zeit seines Lebens. Anfang der 60er Jahre, kurz vor dem Mauerbau, ist Peter Zwegat mit seinen Eltern und zwei Geschwistern in der S-Bahn vom Berliner Osten in den Westen geflohen. Zu dieser Zeit verließen den ostdeutschen Teil des Landes etwa 10.000 Menschen monatlich und an seine einjährige Zeit im Notaufnahmelager Marienfelde erinnert sich Peter Zwegat noch gut:„Ich trug am Tag der Flucht zweimal die gleiche Hose übereinander. Eine kackbraune Kordhose und hellgrüne Schuhe.“ Der heutige Finanzexperte wuchs ab diesem Zeitpunkt in bescheidenen Verhältnissen auf und „Armut“ sei ihm deshalb durchaus ein Begriff.

Zwegat glaubt, dass ihn diese Zeit geprägt hat, er sei relativ genügsam. Er jage Konsumgütern nicht hinterher und die gute alte „Leberwurststulle schmeckt auch heute noch“, findet er.


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