Tim Burton (53) gewährt ersten Blick in seinen neuen Film. Im Oktober nächsten Jahres erscheint nach „The Nightmare Before Christmas“ (1993) und „Corpse Bride“ (2005) ein weiterer animierter Geniestreich des US-amerikanischen Filmkünstlers.

Mit „Frankenweenie“ wärmt Burton in Zusammenarbeit mit Disney einen Kurzfilm aus dem Jahr 1984 auf, für den der Filmemacher damals entlassen wurde. Die Produzenten der Mickey Mouse-Schmiede hatten den Plot nach Fertigstellung des Filmes für zu schräg und gruselig empfunden, der Jung-Regisseur habe somit Ressourcen der Produktionsfirma verschwendet und war für Disney nicht mehr tragbar. In dem angekündigten Remake in Spielfilmlänge beschäftigt sich Burton, wie so oft, mit einer Welt zwischen Leben und Tod, er mischt dabei die Motive aus Mary Shelleys Frankenstein aus dem Jahr 1818 und der rührenden Geschichte eines kleinen Jungen und seinem Hund.

Gegenüber Entertainment Weekly äußerte sich der 53-Jährige: „Die Story versucht einfach die Idee einer ganz simplen und reinen Freundschaft zu erhalten. Was ist reiner als die Freundschaft zwischen einem kleinen Kind und seinem allerersten Haustier? Kombiniere das mit dem Mythos Frankenstein und es gibt Probleme.“ Der Stop Motion-Animationsfilm im Stil der Fünfzigerjahre erzählt die Geschichte von Viktor, der seinen drolligen Hund Sparky mehr liebt als alles andere. Tragischerweise verliert Viktor seinen Sparky bei einem Unfall, er beschließt daraufhin, den dahingeschiedenen Gefährten mithilfe seines Wissenschaftsbausatzes ins Leben zurückzuholen. Der neu erschaffene Hund in „Frankenweenie“, wenn auch ein zusammengeflicktes Leichenteil und Gräueltat der Wissenschaft, ist ein immer noch ein possierliches kleines Kerlchen, genau wie der vermeintliche Gruselstreifen selbst. Mit der verniedlichenden Bezeichnung habe Burton die Harmlosigkeit der Figuren verdeutlichen wollen, erklärt er im Interview.

Mit seinem neuesten Streich lockt der Regisseur den Zuschauer sicher erneut in eine herrlich bizarre und komödiantische Lebenswelt, die kindliche Faszination mit dem morbiden Frankenstein-Motiv verbindet.

Helena Bonham Carter und Ex-Mann Tim Burton, 2013
Frazer Harrison/Getty Images
Helena Bonham Carter und Ex-Mann Tim Burton, 2013


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