Man kennt ihn als Regisseur von „Juno“, „Up in the Air“ und seinem neusten Film Young Adult. Dieser startet am 23. Februar bei uns in den Kinos und feierte seine Premiere auf der diesjährigen Berlinale. Schon sehr früh begann Jason Reitman (34) seine ersten Filme zu drehen, doch war es nicht seine eigentliche Berufswahl.

Gegenüber Promiflash verriet der freundliche Regisseur und Produzent: „Mein Vater überzeugte mich erst davon, Regisseur zu werden. Ich bin eigentlich zur Schule gegangen, um Psychologe zu werden.“ Allerdings liegen diese zwei Berufe nicht weit voneinander entfernt, wie er noch weiter erklärte. Sein Papa, Ivan Reitman (65), ist selbst ein berühmter Regisseur, aber im Gegensatz zu seinem Sohn dreht er eher die großen Blockbuster wie „Ghostbusters“, „Kindergarten Cop“, „Dave“, „Evolution“ und noch viele weitere. Jason konzentriert sich viel lieber auf die kleinen Geschichten der Leute, doch warum weiß er auch nicht so genau: „Keine Ahnung, es fühlt sich natürlich für mich an. Dies sind einfach die Geschichten, die mich interessieren. Es sind Storys, die ich gerne sehe, die ich mir gerne mache.“

Wichtig ist ihm allerdings, möglichst real bei seinen Filmen zu bleiben. In dem Streifen „Young Adult“ lernt die Protagonistin nicht aus ihren Fehlern und will sich verändern. In vielen Hollywoodfilmen ist dies das genaue Gegenteil und die Hauptdarsteller machen eine Kehrtwendung in ihrem Leben: „Menschen haben die Möglichkeit sich zu verändern, aber sie tun es nicht. Zum Beispiel: Jemand schaut sich eine Dokumentation über die Fleischindustrie an und wird für eine Woche zum Vegetarier. Menschen verändern sich nicht so leicht. In echt verändern sie sich vielleicht um fünf Grad, aber in Filmen verändern sie sich normalerweise um 180 Grad. Der Charakter ist zu Beginn des Films erst so und am Ende ist er eine total neue Person, aber ich finde das nicht im wirklichen Leben.“ Für solche Geschichten ist es auch meist immer schwer, das nötige Kleingeld zur Produktion parat zu haben. Allerdings machte sich Jason durch seine zwei Oscar-Nominierungen einen Namen: „Es ist sehr hart welches zu bekommen, aber ich kann mich glücklich schätzen, denn meine Filme spielen eine Menge Geld ein. Deswegen denken die Menschen, dass ich eine bestimmte Ahnung habe, was nicht stimmt, aber sie lassen mich Filme, wie jetzt 'Young Adult', machen. Wir haben den Film allerdings so günstig produziert, dass es keine Verluste geben wird.“

Mit 19 Jahren stellte er zum ersten Mal einen Film bei dem „Sundance Film Festival“ vor und deswegen sind ihm solche Veranstaltungen, wie die Berlinale, sehr vertraut und nervös ist er schon gar nicht mehr. Als er jedoch seinen ersten Film das aller erste Mal auf der Leinwand sah, empfand er es schon ein wenig merkwürdig: „Ich war total nervös und fühlte mich vollkommen ausgesetzt. Es gibt keine Möglichkeit das zu ändern.“ Auch sein nächster Film wird wieder hochkarätig besetzt werden. In dem Streifen „Labor Day“ spielen die Hauptrollen Kate Winslet (36) und Sänger Josh Groban (30). Wann dieser bei uns in den Kinos erscheint, steht jedoch noch nicht fest.

Ivan und Jason Reitman bei der Premiere von "Tully"
Getty Images
Ivan und Jason Reitman bei der Premiere von "Tully"


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