Seit Beginn an ist Tatjana Clasing (48) als Simone Steinkamp bei Alles was zählt dabei. Sie durfte schon so ziemlich alles in der beliebten Serie durchleben, Intrigen schmieden, lieben und hassen. Im Interview mit dem Sonntagsexpress vom vergangenen Wochenende berichtete die Schauspielerin nun von ihrer Zeit bei AWZ und dem Schauspielerinnen-Dasein im Allgemeinen.

Tatjana hat Glück gehabt, trotz ihrer Hauptrolle in der Daily spielt sie auch Rollen in anderen Serien, ist somit im Gegensatz zu manch anderen nicht komplett auf die eine Figur festgelegt. Aber wie lässt sich das überhaupt mit ihrem Engagement bei AWZ vereinbaren? „Wenn ich was anderes machen kann und das früh genug anmelde, wird mir die Zeit dafür freigeschaufelt. Das ist bei mir nicht ganz so schwer, weil ich da die Böse, das Biest bin. Da gibt es eine schöne Option für mich: Wenn ich woanders arbeiten kann, werde ich in der Serie ins Gefängnis gesteckt und bin so frei für andere Dinge. Ich wurde daher schon verknackt, weil ich die Geliebte meines Mannes angefahren oder auch einen Arzt drogenabhängig gemacht habe“, sagte sie der Zeitung. Natürlich werden während ihrer Abwesenheit immer wieder Sequenzen eingespielt, in denen sie zu sehen ist, damit sie nicht komplett in Vergessenheit gerät. „Die Szenen in der Gefängniszelle werden alle im Voraus gedreht und über meine 'Urlaubszeit' verteilt eingestreut. Wenn mal gefragt wird, 'Was macht eigentlich Simone?', bin ich kurz zu sehen, plane einen Ausbruch, schreibe einen Brief oder vergieße bittere Tränen. Und irgendwann komm ich dann wieder raus“, erläuterte Tatjana.

Die Rolle als Serien-Biest, die aber auch immer wieder Herz zeigt, kommt bei den Zuschauern gut an, deshalb ist Tatjanas Sorge momentan auch nicht sonderlich groß, dass sie in absehbarer Zeit die Serie aus dramaturgischen Gründen für immer verlassen muss. „Es wäre sicher ein komisches Gefühl, wenn jemand käme und sagte: 'Pass mal auf Tatjana, wir haben uns vorgestellt, dass DU zur Abwechslung mal überfahren wirst. Und dass du das nicht überlebst.' Aber Soap-Biester haben meist eine sehr lange Lebenszeit, die verschwinden nicht so schnell...“, erklärte die 48-Jährige.

Und selbst, wenn das passieren würde oder sie sich irgendwann von alleine dafür entscheiden würde, der Serie den Rücken zu kehren, werden die Fans sie bestimmt immer mal wieder in anderen Rollen im TV wiedersehen, denn neben AWZ spielt Tatjana auch in anderen Formaten mit. In „Der letzte Bulle“ mimt sie beispielsweise seit Staffel 1 erfolgreich die Wirtin Uschi und auch im Saarbrücker Tatort spielte sie mehrere Jahre lang mit. Doch auch wenn es so aussieht, als habe sie immer eine Menge zu tun, räumt sie ein, dass das oftmals gar nicht der Fall ist: „Regelmäßig in einer Serie zu sein, heißt nicht unbedingt, dass man regelmäßig Arbeit hat. Bei 'SK Kölsch' war ich als Pathologin fast in jeder der über 90 Folgen zu sehen. Doch es waren meist nur kurze Einsätze, die meisten davon am selben Arbeitsplatz. So wurden die Szenen für fünf oder sechs Folgen an ein, zwei Tagen abgedreht. Um freiberuflich überleben zu können, muss man wirklich viel, viel drehen, damit ein Jahr gesichert ist. In einer Soap weiß ich, dass mir bis zum Vertragsende nichts passieren kann. Da ist das Leben entspannter.“

Im Moment muss sich Tatjana aber keine Gedanken machen, denn sicher wird man bei „Alles was zählt“ auch in Zukunft nicht auf Simone Steinkamp verzichten wollen.

Tatjana ClasingAndreas Skrypzak/WENN.com
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