Heute nüchtern: Jesse Metcalfe kämpfte gegen Alkoholsucht
Jesse Metcalfe (47) spricht in aller Offenheit über seinen langen Kampf gegen die Sucht. Fast zwei Jahrzehnte nach seinem Aufenthalt in einer Entzugsklinik gab der "John Tucker Must Die"-Star jetzt im Podcast "Not Skinny But Not Fat" Einblicke in seine Probleme mit Drogen und Alkohol, die ihn schließlich 2007 dazu brachten, sich in Behandlung zu begeben. "Ich hatte meine Probleme mit Drogen und Alkohol. Definitiv viel Druck, viel Kontrolle, ich wollte einfach vor all dem fliehen", erklärte der 47-Jährige. Ab einem bestimmten Punkt gehe es nicht mehr um die emotionalen Gründe der Sucht, sondern einfach nur noch um die Abhängigkeit selbst. "Wenn Alkohol da ist oder wenn Drogen da sind, dann zieht es dich an", so Jesse.
Der Schauspieler berichtete zudem von der familiären Vorbelastung, die ihn betrifft. Beide seiner Großväter seien schwere Alkoholiker gewesen, und auch sein Vater habe bereits seit einiger Zeit mit der Nüchternheit zu kämpfen. "Ich hatte irgendwie gehofft, dass es eine Generation überspringt", gestand der Desperate Housewives-Star. Doch auch in den Jahren nach seiner Behandlung sei sein Weg zur Nüchternheit nicht gradlinig verlaufen. In den späten zweitausendzehner Jahren habe er "definitiv Rückfälle" gehabt. "Ich bin nicht die ganze Zeit nüchtern geblieben, das kann ich dir sagen", gab Jesse zu. Heute befinde er sich jedoch an einem guten Punkt, und das sei es, was am meisten zähle. Wenn man im Grunde sein ganzes Erwachsenenleben gegen die Sucht kämpfe, fühle man sich nach einem Ausrutscher furchtbar. "Es ist es nie wert", betonte er.
Seine Nüchternheit habe Jesse auch dazu gebracht, sich mit weiteren Themen auseinanderzusetzen, die über den Drogen- und Alkoholkonsum hinausgehen. "Es war wie ein Trauma", erklärte er. Er habe das Gefühl gehabt, ein verletzter kleiner Junge in ihm habe auf alles reagiert. Deshalb habe er viel Therapie gemacht, auch wenn die guten Therapeuten nicht von der Versicherung gedeckt seien und ihn ein kleines Vermögen gekostet hätten. "Therapie ist großartig", betonte der Serienstar. Für Jesse war es entscheidend, um Hilfe zu bitten und sich seinen Problemen zu stellen, um an den Punkt zu gelangen, an dem er sich heute befindet.






