In der Modeindustrie stehen klapperdürre Models mit ungesunden Maßen leider immer noch an der Tagesordnung – Frauen mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen dagegen immer noch unter Beschuss. Viele Designer sehen ihre Entwürfe ausschließlich an androgynen Körpern ohne weibliche Kurven und bitteschön gar keinem Gramm Fett.

Eine Frau, die sich gegen diesen Trend des erzwungenen Hungerns, dem nur langsam entgegengewirkt wird, auflehnt, ist die Australierin Robyn Lawley (23). Mit einer Körpergröße von 1, 88 m und den Maßen 99-78-104 hat sie sich nämlich einen Namen als erfolgreiches Plus-Size-Model gemacht. Sie zierte bereits die Titelseiten der europäischen „Marie Claire“, der „Vogue“ und der „Elle“, ergatterte einen lukrativen Vertrag mit Modemacher Ralph Lauren (73) und ist jüngst in der australischen „Cosmopolitan“ in einer Auswahl an heißen Bikinis zu bestaunen. Viele „ihrer Sorte“ gibt es allerdings noch nicht und genau deswegen, öffnete sich die 23-Jährige nun in einem Interview mit RadarOnline und gab Aufschluss über eine Industrie, die Frauen hinter verschlossenen Türen immer noch dazu ermutigt, sich krank zu hungern. Dies beginnt offenbar schon mit einem respektlosen Miteinander: „Ich denke, aufgrund der Vorstellungen Hollywoods und der Medien, werden Frauen auf einen wirklich negativen Weg gebracht. Es ist schrecklich, beschimpft zu werden und es passiert die ganze Zeit“, erklärte Robyn, die die altbewährte Vorgabe für Models, „super dünn“ zu sein „furchtbar traurig“ macht. „Die Angst, es im Business nicht zu schaffen, ist immer da und das zwingt Frauen dazu, sich auf ein Gewicht herunterzuhungern, das ihrem Körper wirklich schadet.“

„Dieser Heroin-Chic-Look ist einfach nicht mein Ding. Und das ist er auch für viele Leute außerhalb der Modewelt nicht. Warum sollte es nicht auch jemanden geben, der ein bisschen breiter ist?“ In ihrer Heimat Australien sieht die schöne Brünette einen wesentlich entspannteren Modemarkt: „In denke, die Vorstellung, die man in Australien von Konfektionsgrößen hat, ist weitaus realistischer. Sie schätzen den Menschen an sich mehr, egal ob er spindeldürr ist oder nicht. Es sind definitiv ganz andere Schwingungen.“ Es wäre doch wirklich schön, wenn dieses Verständnis auch über die Grenzen des australischen Kontinents hinaus gelten könnte. Vielleicht wäre es ja schon ein Anfang, Models wie Robyn nicht mehr unter dem Begriff „Plus-Size“ anzuführen.


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