Jürgen Domian (54) ist der menschliche Kummerkasten im Radio und TV. Nachts moderiert er seinen Talk auf 1 Live, der auch im WDR ausgestrahlt wird. Darin kümmert er sich um die Belange seiner Zuschauer und Zuhörer, gibt ihnen Tipps in allen Lebenslagen. Sein Format ging bereits 1995 erstmals auf Sendung und ist seitdem aus dem nächtlichen Programm nicht mehr wegzudenken. Doch während seine Show ihren festen Platz gefunden hat und nach wie vor nach dem gleichen Schema abläuft, hat sich ein Großteil der restlichen TV-Landschaft ziemlich verändert, was auch Domian mit bedauern feststellen musste.

Gegenüber dem DWDL.de-Magazin Studio D sagte er nun in Bezug auf die sich immer weiter vermehrenden Scripted Realitys: „Ich finde es furchtbar. Ich ertrage diese Formate nicht.“ Seiner Meinung nach sei der erste Schritt in diese Richtung schon vor langer Zeit gemacht worden, als noch Talkmaster wie Hans Meiser (66) Schauspieler in ihre Sendungen eingeladen hätten. „Damit begann der Untergang des wirklichen Fernsehens", urteilte er und fügte hinzu: „Mich wundert, dass die Leute diesen Dreck akzeptieren, den wir nachmittags serviert bekommen. Deswegen legen wir so großen Wert darauf, dass bei uns nichts hinterherrecherchiert wird.“

Ähnlich wie Domian dürften wohl auch die Macher der Daily Soaps über den Erfolg der gescripteten Formate nicht sonderlich positiv gestimmt sein, denn Serien wie Alles was zählt, Unter uns und Verbotene Liebe können schon länger nicht mehr an ihre einstigen Quoten-Erfolge heranreichen. Stattdessen fahren mittlerweile Formate wie Berlin - Tag & Nacht sensationelle Zuschauerzahlen ein.

Jürgen Domian bei der 1Live Krone 2016
Getty Images
Jürgen Domian bei der 1Live Krone 2016


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