

Trickanruf-Tod: Show war bekannt für üble Streiche
Die Tragödie, die durch den Trickanruf zweier australischer Radiomoderatoren ausgelöst wurde, ist natürlich in erster Linie für die Angehörigen von Jacintha Saldanha (†46), der Krankenschwester von Herzogin Kate (30), die sich aufgrund des Telefonstreichs selbst das Leben nahm, unglaublich unbegreiflich und traurig, und auch der Radiosender 2Day FM zeigt sich zutiefst betroffen über die Ereignisse. Als Konsequenz wurde die gesamte „2Day FM's Hot 30 Show“ bereits aus dem Programm genommen, weitere Trick-Anrufe verboten und nun auch eine halbe Million Dollar in den Gedenk-Fond, der Jacinthas Familie unterstützen soll, eingezahlt.
Doch wenn man die Vergangenheit des Radiosenders einmal genauer betrachtet, sind dort schon öfter äußerst grenzwertige Telefon-Streiche vorgekommen, wie TMZ berichtet. So gab es in der Kyle and Jackie O-Show sogar die Rubrik mit dem Namen „Verzweifelte Taten“, im Zuge dessen die Moderatoren im Jahr 2009 einer Anruferin 1.000 Dollar dafür boten, dass sie ihre Schwester davon überzeugte, dass ihre Mutter ernsthaft verletzt sei, blutete und unbedingt ärztliche Hilfe brauchte. Die Schwester fiel auf die makabere Aktion rein, rief den Notruf – und der Sender wurde daraufhin einer polizeilichen Untersuchung unterzogen. Das hielt die Show jedoch nicht davon ab, mit den fragwürdigen Aktionen weiterzumachen. Wenig später kam es dazu, dass sie ein Teenager-Mädchen an einen Lügendetektor anschlossen, während deren Mutter diese über ihr Sexleben ausfragte. Auch diese Aktion ging nach hinten los, denn unter dem Druck gab das Mädchen plötzlich zu mit 12 Jahren Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein, was abermals eine polizeiliche Ermittlung gegen das Vorgehen des Radiosenders und die Suspendierung der Moderatoren nach sich zog.
Der Scherz-Anruf im Krankenhaus von Herzogin Kate war damit wohl der traurige Höhepunkt in der Radio-Geschichte und beweist einmal mehr, dass aus einem unbedachten Scherz ganz schnell bitterer Ernst werden kann.








