Die Bundestagswahl haben wir gerade mal seit letztem Sonntag hinter uns, da steht heute Abend schon wieder die nächste Wahl an. Doch bei dieser geht es seit Langem mal wieder nicht um Politik, sondern um Musik: Beim Bundesvision Song Contest treten zum neunten Mal Künstler aus allen Bundesländern gegeneinander an und während unsere zukünftige Bundesregierung noch mitten in den Koalitions-Verhandlungen steckt, kann es heute Abend nur einen Gewinner geben. Umso höher natürlich der Druck auf die Künstler, und da greift der ein oder andere gerne auch mal auf ein unter Politikern beliebtes Lockmittel zurück: Wahlversprechen!

Während Mega! Mega! an eine aus vergangenen Staffeln schon bekannte Tradition anknüpfen und versprechen "Wenn wir gewinnen, spielen wir den Siegersong nackt!", scheinen andere Teilnehmer zu vergessen, dass das Wahlversprechen an die Zuschauer adressiert werden sollte. So schlagen die Mädels von Sing um dein Leben vor, sich gegenseitig die Haare zu machen, und Bosse verspricht die Aftershow-Party feucht-fröhlich zu sprengen. Aber was hat der Zuschauer davon? Da lockt Johannes Oerding (31) schon mit etwas Interessanterem: Er möchte einen Tag zwischen Samstag und Sonntag einführen, falls er gewinnt. Drei Tage Wochenende! Klingt, als wäre die Sache entschieden. Also was das Wahlversprechen angeht, dürfte der Sieg schon mal klar nach Hamburg gehen. Glück für die anderen Acts, dass die Veranstaltung ganz im Zeichen ihrer Musik steht und sie damit noch einiges retten können.

Wir finden es jedenfalls erstaunlich, wie nah Politik und Musik doch beieinander liegen: Was die Utopie einiger Wahlversprechen angeht, stehen sich beide Bereiche jedenfalls fast in Nichts nach.

Ben Wolf
WENN
Promiflash


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