Es war ein Todesfall, der die ganze Welt bewegte: Im Dezember starb Südafrikas ehemaliger Präsident Nelson Mandela (✝95) nach langer Krankheit. Er hatte den Kampf gegen eine nie ganz verheilte Lungenentzündung schließlich verloren. Mandela und seine Familie waren seit Monaten auf diesen traurigen Ernstfall vorbereitet gewesen - auch an seinem Sterbebett waren seine Liebsten in den letzten Stunden bei ihm und nahmen Abschied. Jetzt wurde bekannt: Mandela hat die ihm wichtigsten Menschen und Herzensanliegen auch über seinen Tod hinaus bedacht.

Der große Freiheitskämpfer steht vor allem für seinen Einsatz in Sachen Menschenrechte und für den Fortschritt, den er seinem Heimatland Südafrika brachte. Jetzt gaben seine Nachlassverwalter bekannt, dass der Friedensnobelpreis-Träger ein Erbe in Höhe von rund 4,1 Millionen Dollar - umgerechnet mehr als drei Millionen Euro - hinterließ. Und dieses soll laut seinem Testament nicht nur seiner Familie zugute kommen, sondern auch an ehemalige Mitarbeiter fließen und an Schulen, an denen Mandela selbst lernte. Auch den Afrikanischen Nationalkongress hat er bedacht - die Organisation, mit der Mandela einst gegen die Rassentrennung in Südafrika kämpfte, und die heute das Land regiert.

Mandelas letzter Wille war den Familienmitgliedern jetzt verlesen worden - offenbar in friedlicher Stimmung. Einer der Nachlassverwalter beschrieb CNN zufolge: "Die Verlesungen von Testamenten sind immer sehr emotionsgeladene Augenblicke." In der Vergangenheit waren Mandelas Kinder und Enkel immer wieder in Streit geraten, wer an der Spitze der Familie stehen und wem Mandelas Besitz zugutekommen sollte. Jetzt soll eine Stiftung für die mehr als 30 Kinder, Enkel und Großenkel des ehemaligen Anti-Apartheid-Kämpfers sorgen. Zu seinem Wohnhaus in Johannesburg schrieb Mandela in seinem Testament: "Es ist mein Wunsch, dass es als ein Ort dienen soll, an dem die Mandela-Familie zusammenkommen kann, damit ihr Zusammenhalt lange über meinen Tod hinaus bewahrt wird." Mandelas persönlicher Koch, den der erste schwarze Präsident Südafrikas auch in seinem letzten Willen bedacht hatte, reagierte mit den Worten: "Das zeigt mir, dass er mich respektierte und für das liebte, was ich bin."

Das bewegende Leben Nelson Mandelas, der 27 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbringen musste, könnt ihr derzeit im Film "Mandela: Der lange Weg zur Freiheit" in den Kinos sehen.

Nelson MandelaWENN.com
Nelson Mandela
Idris Elba und Nelson MandelaIveta Rysava/WENN.com
Idris Elba und Nelson Mandela
Idris ElbaIveta Rysava/WENN.com
Idris Elba
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