Es könnte eine Wende im Missbrauchsprozess um Bryan Singer (48) geben. Wie jetzt bekannt wurde, widerspricht sich der erste Kläger, Michael Egan, in seinen Äußerungen. Egan sei als Teenager von Singer im Jahr 1999 unter anderem in Kailua auf Hawaii sexuell missbraucht worden, heißt es in der Anklage. Allerdings sei er selbst nie dort gewesen.

Im Jahr 2003 hatte Egan unter Eid ausgesagt, dass er nie auf Hawaii oder außerhalb der Vereinigten Staaten gewesen ist. Das geht aus den Unterlagen hervor, die der US-Seite Buzzfeed vorliegen. Wie kann er also Jahre später behaupten, dass er dort sexuell missbraucht worden sei? Was ebenfalls dagegen spricht: Im Jahr 2000 war der Missbrauchsfall ausgiebig untersucht worden, allerdings tauchte zu diesem Zeitpunkt nie der Name Bryan Singer auf. Ob die aktuelle Klage von Michael Egan damit weiterhin bestehen kann, ist fraglich. Denn auch von Seiten des Regisseurs spricht eine Sache gegen den Vorwurf: Bryan Singer soll sich zur Zeit der angeblichen Missbrauchsfälle aufgrund der Arbeit am ersten Teil des Films X-Men in Kanada aufgehalten haben. Ob der Fall gegen den Regisseur damit zum Kippen gebracht werden kann, wird sich erst noch zeigen.

Bryan Singer nahm am vergangenen Samstag aufgrund der Missbrauchsvorwürfe nicht an der Weltpremiere seines neuen Films "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" in New York teil.

Bryan Singer bei einem Screening von "X-Men Apocalypse"
Getty Images
Bryan Singer bei einem Screening von "X-Men Apocalypse"
Bryan Singer bei der Premiere von "Legion"
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Bryan Singer bei der Premiere von "Legion"


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