Es ist ein Skandal, der von Tag zu Tag immer schlimmer zu werden scheint: Bill Cosby (77), bekannt aus seiner gleichnamigen Show, soll vor Jahren mehrere junge Frauen belästigt und sexuell missbraucht haben. Ein vermeintliches Opfer nach dem anderen wagte in den vergangenen Wochen den Schritt an die an die Öffentlichkeit und beschuldigte den Schauspieler. Mehr als 20 Frauen sollen von Bill Cosby unsittlich angefasst oder sogar vergewaltigt worden sein. Bill Cosby selber hat sich zu den Vorwürfen in der Öffentlichkeit nicht geäußert und beharrlich geschwiegen - bis jetzt!

Bill Cosby
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Bill Cosby

In einem kurzen Telefon-Interview mit der Page Six der New York Post sprach der Schauspieler, doch ein Geständnis zu seinen vermeintlichen Taten gab es nicht zu hören. Vielmehr forderte er die Presse dazu auf, ihre Neutralität zu wahren und objektiv über seinen Fall zu berichten. "Lassen Sie es mich so sagen, das Einzige, was ich von der afroamerikanischen Presse erwarte, ist, dass sie sich an die Standards und die Maßstäbe des Journalismus halten und mit einem objektiven Geist an die Sache herangehen." Zu den Vorwürfen der 20 Frauen, wollte sich Cosby immer noch nicht äußern, da seine Anwälte ihm wohl davon abgeraten hätten. "Sie wollen nicht, dass ich mit der Presse spreche", gab er unmissverständlich zu verstehen.

Bill Cosby
HRC/WENN.com , Screenshot CNN
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Auch auf die Frage, wie seine Ehefraue, Camille Cosby, mit der er seit über 50 Jahren verheiratet ist, mit diesen schweren Vorwürfen umgehe, antwortet der Schauspieler blumig und nicht eindeutig. Seine Antwort auf die Frage lautete lediglich: "Mit Liebe und der Kraft der Weiblichkeit. Lassen Sie es mich noch einmal sagen: mit Liebe und der Kraft der Weiblichkeit. Man könnte es auch umdrehen, mit der Kraft der Weiblichkeit und Liebe." Was genau er damit sagen wollte, bleibt unklar. Seine Opfer sollen aber mittlerweile Klage eingereicht haben und deren Anwältin Gloria Allred, forderte Cosby bereits dazu auf, ihnen insgesamt 100 Millionen Dollar Schmerzensgeld auszuzahlen.

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Joel Ginsburg/WENN.com
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