Noch immer scheinen seine Angehörigen, aber auch die Fans den Schock über den Tod von Joe Cocker (✝70) nicht überwunden zu haben - kein Wunder, jahrzehntelang prägte er die Musiklandschaft wie kein anderer. Das ist Grund genug, sein Leben, das von Höhen und Tiefen geprägt war, noch einmal Revue passieren zu lassen.

Joe Cocker
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Mit 15 Jahren begann Joe Cocker seine Leidenschaft für die Musik auszuleben. Immer wieder gründete er in seinem Heimatort Sheffield Bands und brachte es mit ihnen sogar zur Vorgruppe der Rolling Stones. Der endgültige Durchbruch gelang dem Sänger aber erst 1968 mit dem The Beatles-Coversong "With a Little Help From My Friends." Nur ein Jahr später performte er diesen Song auf dem Woodstock-Festival. Damals galt er sogar als eine der Hauptattraktionen und etablierte seine zappelnde Art der Performance als Markenzeichen.

Joe Cocker
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In den folgenden Jahren gelang es Cocker immer wieder aufs Neue ganz oben in den internationalen Charts mitzumischen und sich als Musiker einen Namen zu machen. 1983 brachte ihm das Duett mit Jennifer Warnes zu "Up Where We Belong" sogar einen Grammy ein. Doch wie so oft, erlebte auch er die Schattenseite des Ruhms. In den 70er Jahren torkelte er immer wieder betrunken auf die Bühne. Seine jahrelange Alkohol- und Drogensucht kommentierte er mit den Worten: "Erst als ich Anfang 50 war, machte ich mir langsam Sorgen. Ich trank alleine, musste saufen. Die Leute hatten Angst vor mir. Ich habe oft die ganze Nacht hindurch gesoffen. So lange, bis ich bewusstlos war. Und wenn du erst mal in dieser Abwärtsspirale bist, dann ist es schwierig, da wieder rauszukommen. Ich brauchte Jahre, um das zu schaffen."

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Aus dem Sumpf der Abhängigkeiten rettete ihn Pam Baker - die Frau, die er 1987 ehelichte. Seither lebte er - trocken - mit ihr auf der Mad Dog Ranch in Colorado, bis er gestern im Alter von 70 Jahren seinem Lungenkrebsleiden erlag.