Das gab's noch nie! Da gewinnt ein Sänger den Esc-Vorentscheid und sagt bei der Bekanntgabe seines Sieges, dass er seine Krone weitergibt. So geschehen am Donnerstagabend in der ARD, wo The Voice of Germany-Gewinner Andreas Kümmert (28), das Land, welches er eigentlich beim Eurovision Song Contest vertreten soll, fassungslos zurücklässt. Seither gibt es auf Anfragen kein Zeichen des Sängers. Klar, dass erste Stimmen laut werden, der Wettbewerb müsse wiederholt werden.

Andreas Kümmert
Nigel Treblin / Getty Images
Andreas Kümmert

Doch den Aufwand, der dafür betrieben werden müsste, spart man sich - schließlich haben wir ja noch die Zweitplatzierte Ann Sophie. "Das Sendungsteam hatte in diesem Jahr wie auch in den vergangenen Jahren bei der Vorbereitung auf die Show alle möglichen Szenarien durchgespielt wie z. B. Unfälle, Krankheiten etc. Für den abstrakten und unerwarteten Ausfall eines Kandidaten war vor der Show über das Prinzip des Nachrückens gesprochen worden. Daher gab es eine Entscheidungsgrundlage und -freiheit für Barbara Schöneberger." erklärt der NDR gegenüber Bild. Ein festgesetztes Regelwerk gibt es also nicht. Noch gelassener dagegen sieht man das deutsche Tohuwabohu bei der veranstaltenden European Broadcasting Union: "Wir haben keine Vorgaben, wie die Nationen ihre Künstler für das Finale auswählen. Für uns gilt derjenige als Kandidat, der im Mai zum Head of Delegations Meeting in Wien erscheint." Sprich: Hauptsache einer geht hin, wer und wie derjenige ausgewählt wird, ist dem ESC schnuppe. Das Geld für die Anrufe, die Andreas Kümmert verbuchen konnte, gibt es übrigens auch nicht zurück.

Ann Sophie und Andreas Kümmert
Nigel Treblin / Getty Images
Ann Sophie und Andreas Kümmert
Ann Sophie
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Ann Sophie