Ist alles nur ein großes Missverständnis? Scientology genießt in der Öffentlichkeit einen mehr als zweifelhaften Ruf. Viele Hollywood-Stars hingegen sind Anhänger der religiösen Bewegung, wie auch John Travolta (61). Im amerikanischen Fernsehen verteidigte der Schauspieler nun vehement die Lehren und Praktiken der Organisation, nachdem er gefragt wurde, weshalb es so viele Negativschlagzeilen und Skandale rund um Scientology gibt.

John Travolta
Getty Images
John Travolta

"In erster Linie kommt es dazu, weil die Leute es nicht verstehen", erklärte er bei Good Morning America. Würden die Menschen die Bücher richtig lesen, würden sie alles besser verstehen. Ihm persönlich habe Scientology unter anderen geholfen, den Tod seines Sohnes zu verkraften. Jett starb 2009 im Alter von nur 16 Jahren infolge eines Krampfanfalls. Während oftmals darüber spekuliert wurde, dass die Sekte Mitschuld am Tod des Jungen trage, sieht der Vater das völlig anders. "Wenn etwas wirklich funktioniert, wird es zur Zielscheibe", so seine Schlussfolgerung, weshalb viele die Organisation kritisch sehen. "Ich bin seit 40 Jahren ein Teil davon und ich habe jede einzelne Minute geliebt. Meine Familie ist ebenfalls sehr gut damit zurechtgekommen. Es rettet Leben und es hat auch mir mehrfach das Leben gerettet."

John Travolta und Kelly Preston
WENN
John Travolta und Kelly Preston

Mit seinem Auftritt reagierte John Travolta auf die Ausstrahlung einer Scientology-kritischen TV-Dokumentation, in der unter anderem darauf eingegangen wird, dass die Mitglieder auf raffinierte Weise manipuliert und körperlich und seelisch misshandelt werden sollen. Travolta erklärte, dass er nie etwas erlebt habe, das die Vorwürfe verifizieren könnte. Er wollte sich in keiner Form negativ äußern. Alle Kritiker hätten schlichtweg keine Ahnung, meint er.

John Travolta
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