Wenn man Detlef D! Soost (45) im Fernsehen sieht, geht es normalerweise um Tanz und Fitness. Nun hatte der Choreograf aber ein Auftritt im TV, bei dem es um etwas ganz anderes ging: rechte Gewalt - ein Thema, mit dem er scheinbar schon sehr früh Erfahrung machen musste.

Detlef D! Soost
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Wie jeden Dienstag versammelten sich auch gestern Talkgäste bei Menschen bei Maischberger. Unter ihnen war auch Detlef, der von seiner Kindheit in der DDR erzählte. Er kam 1970 als Sohn einer Deutschen und eines Ghanaers in Ost-Berlin zur Welt. Aufgrund seiner Hautfarbe unterschied er sich von dem größten Teil der Bevölkerung und musste immer wieder mit Anfeindungen zurechtkommen. Im Alter von 14 Jahren wurden er und seine Freunde von Rechtsradikalen sogar durch einen U-Bahnhof gejagt.

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Doch auch nach der Wende, als der 45-Jährige schon als Tänzer aktiv war, hörte die Schikane nicht auf: "Wir waren mit meiner Tanzgruppe in Halle in einem Einkaufszentrum. Es kam eine große Gruppe von Skinheads. Die haben uns dann durch das gesamte Center gejagt. Das Centerpersonal musste uns durch die Hintertür schleusen, damit wir in unseren Autos flüchten konnten", verrät er in der Sendung. Bleibt zu hoffen, dass sich die Zeiten sehr bald ändern und kein Mensch mehr solche Erfahrungen machen muss.

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