Pünktlich zum Jahrestag des Falls der Berliner Mauer bringt die Band Rammstein eine Biografie heraus. Ab dem 9. November können die Fans lesen, wie sich die sechs Rocker kennenlernten und beschlossen haben, gemeinsam Musik zu machen. In einem Kapitel thematisieren sie sogar, dass es ohne die DDR die Kombo nie gegeben hätte.

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Sie sind fester Bestandteil der deutschen Musiklandschaft, verkaufen jährlich Millionen Tonträger und spielen sogar im Ausland in ausverkauften Hallen: Rammstein ist eine der erfolgreichsten Bands der Welt. In ihrem Buch "Am Anfang war das Feuer" offenbaren die Musiker, die alle in Ostdeutschland geboren und aufgewachsen sind, dass sie es der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik zu verdanken haben, gemeinsame Sache zu machen.

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Denn: "Ohne die DDR hätte es Rammstein nie gegeben", wie ein Kapitel heißt. Till Lindemann (52) und Co. kannten sich schon viele Jahre und waren in der DDR-Untergrundmusik etabliert. Als die Wende kam, wollten die Ossis ihre gewonnene Freiheit nutzen, um einen musikalischen Neuanfang zu wagen. Für die Männer stand fest: Keine Covermusik, kein normaler Hardrock, nicht nur Punk, kein Gothic, kein Heavy Metal oder Techno. "Für uns sah das musikalische Bild des Westens so aus: Es gibt einen Haufen guter Musiker, die alle versuchen, amerikanische und englische Bands zu kopieren, aber wenige wirklich eigenständige Bands", beschrieb Christoph Schneider im Kapitel. Doch genau diese Eigenständigkeit haben Rammstein mittlerweile mehr als erreicht.

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