Es hätte ein großes Fußballfest werden sollen - doch es endete in großer Angst vor dem Terror: Die Deutsche Fußballnationalmannschaft erlebte die Anschläge in Paris am vergangenen Freitag hautnah im Stadion "Stade de France" mit. Als Sicherheitsmaßnahme verbrachte die DFB-Elf die Nacht in den Katakomben der Arena. Ein ungewohntes, beklemmendes Gefühl, wie Bundestrainer Joachim Löw (55) nun verriet.

Joachim Löw
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Auf der Pressekonferenz zum anstehenden Freundschaftsspiel gegen die Niederlande faste der Coach noch einmal seine Gedanken von Freitag nacht zusammen: "Es war schwer für uns. Unsere Gefühlswelt war irgendwie durcheinander. Wir hatten zwar die Informationen erhalten, aber hatten keine Bilder dazu. Vor allem am Anfang war eine Nervosität und große Angst zu spüren", zeigte sich Löw nachdenklich. Eine knappe Stunde habe er sich zwar in den Mannschaftsbus gelegt, aber ein Auge konnte er trotzdem nicht zumachen: "Nein, ich habe nicht geschlafen. Ich habe mir einige Gedanken durch den Kopf gehen lassen."

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Am nächsten Morgen konnte die Mannschaft dann das Stadion verlassen und sich im Flugzeug Richtung Heimat aufmachen. Eine Erkenntnis ist Löw dabei aber besonders aufgefallen: "Es war ein Gefühl der Zusammenarbeit und des Zusammenhaltes, die das ganze als Team überwältigt hatte."

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