Im November sorgte Jazz-Sänger Roger Cicero (45) für größte Beunruhigung, als bekannt wurde, dass er aus gesundheitlichen Gründen sämtliche Termine absagen musste. Die Schockdiagnose: ein akutes Erschöpfungssyndrom und eine Herzmuskelentzündung. Jetzt erzählte der Sänger erstmals selbst im Detail von seinem dramatischen Zusammenbruch.

Roger Cicero
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"Ich war in Heidelberg bei Freunden zu Besuch und sackte plötzlich zusammen. Es war, als hätte jemand den Stecker bei mir gezogen. Ich fiel auf den Rücken, war völlig kraftlos. Natürlich hatte ich Angst und habe mich furchtbar erschrocken. Noch nie habe ich so einen Kontrollverlust über meinen Körper erlebt", verriet Roger gegenüber Bild. Ein verschleppter Virus, beruflicher Stress und wenig Erholungsphasen hatten dafür gesorgt, dass der 45-Jährige am Ende seiner Kräfte war. Eine Entwicklung, die sich seinen eigenen Worten nach sogar vorher schon abzeichnete: "Ich war kurzatmig, nicht belastbar und musste immer öfter Pausen machen. Dazu kam ein Stechen in der Brust. Das spitzte sich immer weiter zu. Da ich vorher nie wirklich krank war, habe ich das nicht so ernst genommen – bis zu meinem Zusammenbruch."

Mathias Bothor

Selbst nach seinem Kollaps wollte der Musiker nicht ins Krankenhaus, weshalb er sich fünf Wochen lang in seinem Heidelberger Hotelzimmer auskurieren musste. Denn er galt zunächst sogar als nicht transportfähig. "Meine Freundin Sonja kam mich oft besuchen. Sie war in der Zeit meiner Genesung eine große Stütze. Wenn man von einem Tag auf den anderen körperlich so ausgebremst wird, muss man diesen Schock erst einmal verarbeiten. Aber ich habe immer positiv nach vorn gedacht. Einmal mehr ist mir klar geworden, dass Gesundheit das Wichtigste im Leben ist", erzählte Roger über diese schwere Zeit.

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Ot,Ibrahim / ActionPress
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Jetzt geht es dem Sänger endlich wieder gut. Heute wird er in Rastatt in Baden-Württemberg sein erstes Konzert seit den schockierenden Ereignissen geben. Das ist auch für einen Roger Cicero ein besonderer Moment: "Natürlich bin ich vor diesem Konzert aufgeregter als sonst. Das ist normal nach so einem gesundheitlichen Einschnitt. Aber für meine große Tournee im April werde ich auf jeden Fall fit sein."