Einen Elternteil zu verlieren, ist wahrscheinlich das Schlimmste, was Kindern passieren kann. Wenn diese dann auch noch Mitglieder der britischen Königsfamilie sind und jede Gefühlsregung in der Öffentlichkeit unter die Lupe genommen wird, mag man sich kaum ausmalen, wie sehr Prinz Harry (31) und Prinz William (34) unter dem Tod der geliebten Mutter im Jahr 1997 gelitten haben müssen. Jahrelang haben sie in der Öffentlichkeit kein Wort über ihre Trauer verloren.

Prinz William bei der Beerdigungsfeier für seine Mutter, Prinzessin Diana, im September 1997
Getty Images / Joel Robine
Prinz William bei der Beerdigungsfeier für seine Mutter, Prinzessin Diana, im September 1997

Unvergessen die Bilder der Beerdigung der beliebten Prinzessin, die heute vor 19 Jahren bei einem tragischen Autounfall in Paris an der Seite ihres Lebensgefährten Dodi verstorben ist. Auch beinahe zwei Jahrzehnte danach rühren diese Bilder noch immer. Mit versteinerten Mienen folgten die Prinzen an der Seite von Prinz Charles, ihres Onkels Charles Spencer und Großvater Philip dem Sarg der toten Mutter. Keiner kam auf die Idee, die Jungs einmal in Arm zu nehmen – das sah das steife Protokoll nicht vor. Traurig! Ihnen war deutlich anzusehen, was sie in den Tagen vor der Beerdigung am 6. September 1997 durchgemacht hatten. Erst jetzt brechen sie aus der royalen Etikette aus.

Prinz William und sein Sohn George auf dem Flughafen von Fairford
Chris Jackson / Staff
Prinz William und sein Sohn George auf dem Flughafen von Fairford

"Ich vermisse meine Mutter immer noch jeden Tag – und es ist fast 20 Jahre her, seit sie starb", erklärte William erst vor Kurzem in einem Gespräch mit einem 14 Jahre alten Jungen, der seine Mutter an Krebs verlor. "Das Wichtigste ist, darüber innerhalb der Familie zu sprechen." Heißt das, dass hinter den Palastmauern Charles oder sogar Queen (90) Elizabeth II. mit den Jungs über Dianas Tod gesprochen haben? Schwer vorstellbar. Der sensible Harry litt Jahre unter dem Verlust von Diana. Er brauchte lange, um seinen Weg zu finden. Bei einer Veranstaltung im Kensington Palast erklärte er im Juli: "Ich habe die ersten 28 Jahre meines Lebens nicht über den Tod meiner Mutter gesprochen. Das bereue ich zutiefst." Ein royaler Insider berichtet, dass die Jungs aus Angst, ihrem Vater die Schuld am Tod der Mutter zu geben, geschwiegen hätten. William und Harry haben lange gewartet, ehe sie mit ihren Gefühlen an die Öffentlichkeit gingen. Ihre Worte rühren heute umso mehr. Im Video am Ende des Artikels äußern sie William und Harry zum Tod ihrer Mutter.

Prinz Harry beim Gedenktag der Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs, Frankreich
Splash News
Prinz Harry beim Gedenktag der Kriegsopfer des Ersten Weltkriegs, Frankreich