Freude klingt anders. 2013 bekam Schauspielerin Anne Hathaway (33) den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als todgeweihte Prostituierte Fantine in "Les Misérables". Anne, die 2016 Mutter eines kleinen Jungen geworden ist, musste schon kurz nach der Veranstaltung Hohn und Spott über sich ergehen lassen. Ihre Dankesrede klang für viele, als hätte sie sie vorher auswendig gelernt. Grund für die holprige Rede: Der Moment auf der Bühne und der Gewinn des Goldmannes machten dem Hollywood-Star gar keine Freude.

Anne Hathaway bei der "Colossal"-Premiere beim Toronto-Filmfestival
Matt Winkelmeyer/Getty Images
Anne Hathaway bei der "Colossal"-Premiere beim Toronto-Filmfestival

In einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian öffnet Anne Hathaway nun das Geheimnis um ihre damalige Gefühlslage: "Ich habe mich total unwohl gefühlt. Während der Dreharbeiten bin ich irgendwie verrückt geworden und war zu dem Zeitpunkt noch immer nicht ganz die Alte. Dann musste ich vor all diesen Menschen stehen und etwas fühlen, was ich nicht fühlte." Nicht nur ihr damaliger Gemütszustand ließ Anne mit einem großen Unwohlsein auf der Bühne stehen.

Anne Hathaway bei der Premiere von "Alice Through The Looking Glass" in Hollywood
ROBYN BECK/AFP/Getty Images
Anne Hathaway bei der Premiere von "Alice Through The Looking Glass" in Hollywood

Auch ihr 80.000 Dollar teures Prada-Kleid verursachte Schuldgefühle: "Es ist offensichtlich, dass man sich freuen sollte, wenn man einen Oscar gewinnt. Ich habe nicht so gefühlt. Es fühlte sich falsch an, da oben zu stehen und ein Kleid zu tragen, das mehr kostet, als manche Menschen in ihrem Leben jemals sehen werden. Ich habe versucht, so zu tun als würde ich mich freuen, das haben die Leute gemerkt. Das ist die Wahrheit," erklärt die zukünftige "Ocean's Eight"-Darstellerin.

Anne Hathaway bei einem Filmfestival in Toronto
Jaime Espinoza/WENN.com
Anne Hathaway bei einem Filmfestival in Toronto

Im Gegensatz zu Schauspielkollege Leonardo DiCaprio (41) hat Anne Hathaway immerhin einen Fehler bei der Entgegennahme vermeiden können. Um welchen es sich bei Leo handelte, seht ihr hier im Video.