Die Prinzen-Sänger Jens Sembdner machte im Jahr 2001 die schlimmste Zeit seines Lebens durch: Seine Frau nahm sich das Leben. Kurz darauf erlitt der Leipziger einen Zusammenbruch, über den er heute ganz offen spricht. Der Schicksalsschlag traf ihn so schwer, dass er selbst nicht mehr leben wollte.

Nach dem Tod seiner Frau Silva, mit der er seit 1997 verheiratet war, musste er drei Wochen in einer Klinik behandelt werden, offenbart jetzt die Dokumentation "25 Jahre Die Prinzen" auf VOX. Dreimal habe er versucht, sich umzubringen, weil ihn Trauer und Schuldgefühle so schwer belasteten. Der Sänger gab seinem musikalischen Erfolg die Mitschuld an der Tragödie: "Zu Spitzenzeiten waren wir 295 Tage im Jahr unterwegs, das heißt, ich war sensationell ausgefüllt. Bei meiner Frau war das halt etwas anderes."

Ihre unterschiedlichen Lebensweisen habe die Einsamkeit seiner Frau noch weiter verstärkt, sagte der Musiker: "Der eine hat Erfolg und geht darin auf, und dann sitzt da jemand zu Hause und wartet fast ein Jahr, dass du mal wieder nach Hause kommst." Musik half Jens, den Schicksalsschlag zu verarbeiten, außerdem schrieb der Sänger ein Buch und spricht in einer VOX-Dokumentation (11.3.2017, 20:15 Uhr) über die schwere Zeit.

Sind Sie selbst depressiv oder haben Sie Selbstmord-Gedanken? Dann kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Die Prinzen beim ECHO 2016 in BerlinGetty Images
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Jens Sembdner bei einem Auftritt in HamburgActionPress / Florian Büh
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Die Prinzen bei der Goldenen HenneWENN
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