Helmut Kohl (✝87) verstarb am 16. Juni in seinem Haus in Ludwigshafen. In knapp einer Woche soll seine Beisetzung im engen Familien- und Freundeskreis in Speyer stattfinden, doch auf ein Familienmitglied wird die Trauergemeinde verzichten müssen. Zwischen Kohl und seinen Söhnen herrschte seit Jahren Funkstille. Trauriger Höhepunkt jetzt: Walter Kohl (53) wird nicht bei der Beerdigung seines Vaters dabei sein!

Für den 1. Juli ist ein europäischer Trauerakt in Straßburg geplant, später soll der Altkanzler seine letzte Ruhe auf dem Alten Friedhof in Speyer finden. Mit dieser Entscheidung zeigte sich Walter im Interview mit Zeit Online nicht einverstanden: "Ich werde an der privaten Beisetzung in Speyer nicht teilnehmen, auch um jeden Eindruck zu vermeiden, ich würde dies gut heißen." Denn seinen Worten nach, hält er die bisherige Entwicklung unwürdig für seinen Vater, für Deutschland und für Europa. Stattdessen würde er folgenden Ablauf bevorzugen: Bei einem Staatsakt am Brandenburger Tor in Berlin sollten sich die Bürger vom Altkanzler verabschieden können. Außerdem wünschte sich Walter eine ökumenische Totenmesse. Die Zeremonie sollte schließlich mit militärischen Ehren, dem Großen Zapfenstreich, enden. Sein Vater würde sich darüber sehr freuen, war sich der Unternehmer sicher.

Der 53-Jährige halte die Beisetzung in Speyer für falsch: "Ich weiß, wie liebevoll er unser Familiengrab in Ludwigshafen-Friesenheim nach dem Tod unserer Mutter umgestaltete." Der "Kanzler der Einheit" habe schon einen Platz für seinen Namen auf dem Grabstein von seiner ersten Frau Hannelore vorgesehen. Trotz Familienstreitigkeiten habe Walter eines besonders auf dem Herzen: "Ich wünsche mir, dass es eine würdige Verabschiedung geben kann."

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Walter KohlDaniel Roland/AFP/Getty Images
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