Pure Fassungslosigkeit bei den Hinterbliebenen! Schon der Tod von Jim Reeves (✝47) Anfang 2016 sorgte für Entsetzen: Der Sänger wurde von zwei Männern in einem Berliner Hotelzimmer misshandelt und starb danach an den daraus entstandenen Verletzungen. 2018 entschied das Landgericht dann, dass die Täter für bis zu 14 Jahre ins Gefängnis gehören. Jedoch war dieses Urteil für Jims Angehörige nicht ausreichend – sie forderten das Gericht auf, den Beschluss nochmals zu prüfen. Jetzt steht allerdings endgültig fest: Die Revision ist fehlgeschlagen!

Wie Bild nun berichtete, hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass das Urteil aus 2018 rechtskräftig ist. Somit sind die zwei Angeklagten wegen Totschlags und nicht wegen Mordes inhaftiert – für die Familie von Reeves scheint dieser Umstand allerdings nicht nachvollziehbar zu sein. Zwar wurde die Tat als besonders schwer eingestuft, aber trotzdem sind die beiden Männer rechtlich gesehen keine verurteilten Mörder. Und das, obwohl sie den Squeezer-Sänger schwer sexuell missbraucht, gefoltert und tot zurückgelassen haben.

Für die Schwester des Musikers ist diese Entscheidung unbegreiflich: "Das hilft uns keineswegs, damit abzuschließen", verriet Shary im Gespräch mit Bild. Die 44-Jährige habe den Tätern während des Prozesses in die Augen geblickt – und das habe sie lange verfolgt. "Allein die abartige Art und Weise wie man ihn gefoltert hat, ist so unmenschlich und krank." Selbst der erste Richter habe damals schon gesagt, ihm sei kein solcher Fall bekannt. Sie könne deshalb nicht verstehen, mit welchen Argumenten die Richter dieses Urteil erneut gelten lassen wollen.

Jim Reeves Mordprozess, Landgericht Berlin, September 2017
ActionPress
Jim Reeves Mordprozess, Landgericht Berlin, September 2017
Shary Reeves, Dezember 2019
Getty Images
Shary Reeves, Dezember 2019
Jim Reeves
ActionPress
Jim Reeves
Findet ihr das Urteil auch zu milde?1254 Stimmen
1223
Ja, ich kann die Familie total verstehen!
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Nein, 13 Jahre Haft ist doch genug...


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